ModSupport 2.0 – Das KI-Tool für Engagierte gegen Hass im Netz

Hassrede, schwierige Kommentare und eskalierende Diskussionen gehören für viele Menschen, die Social-Media-Kanäle betreuen oder sich online engagieren, zum digitalen Alltag. Gerade in solchen Situationen muss häufig schnell entschieden werden, wie auf einen Kommentar reagiert werden kann und welche Form der Moderation angemessen ist. Mit ModSupport 2.0 stellt das Projekt Civic.net der Amadeu Antonio Stiftung ein KI-gestütztes Chat-Tool bereit, das bei diesen Entscheidungen unterstützen soll. Nutzer:innen können Fragen zu konkreten Kommentaren, zu Hassrede, Online-Konflikten oder zum Community Management stellen und erhalten darauf abgestimmte Einschätzungen, Tipps und Handlungsempfehlungen.

Es war einmal im Netz…

Online-Escape-Room: Grundlagen zu Cybermobbing und Fake News
Was haben Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Rumpelstilzchen mit Cybermobbing, Fake News und Datenschutz zu tun? Im Online-Escape-Room „Es war einmal im Netz …“ werden bekannte Märchenfiguren in eine digitale Gegenwart versetzt. Das browserbasierte Spiel ist Teil des Projekts „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) und verbindet dabei Rätsel mit verschiedenen Themen rund um Kommunikation und Verhalten im Netz. Ziel ist es unter anderem, eine respektvolle Kommunikation in Sozialen Netzwerken zu thematisieren und gleichzeitig für die Bedeutung dieser Fragen für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie zu sensibilisieren.

JIMplus 2026

Einen „guten Algorithmus“ müsse man sich erst einmal „züchten“, sagt eine 17-jährige Teilnehmerin der JIMplus-Studie 2026. Der Satz zeigt, wie selbstverständlich Jugendliche über Plattformlogiken, Feeds und ihre eigene Mediennutzung nachdenken. Genau diese Perspektive steht im Mittelpunkt der Sonderstudie „JIMplus 2026. Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland“ des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Sie fragt nicht nur danach, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern vor allem danach, was ihnen im digitalen Alltag guttut, was sie beschäftigt und wie sie selbst mit belastenden Erfahrungen umgehen.

QueeResilience Workshop-Module

Ein Meme kann verletzen, ein Kommentar kann ausschließen, ein Chatverlauf kann belasten. Gleichzeitig können digitale Räume für (queere) Jugendliche auch Orte sein, an denen sie Unterstützung finden, sich ausprobieren und Gemeinschaft erleben. Genau in diesem Spannungsfeld setzen die QueeResilience Workshop-Module an. Sie verbinden Medienbildung, Resilienzförderung und soziale-emotionale Kompetenzen und stellen konkrete Konzepte für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen zur Verfügung. Veröffentlicht wurden die Materialien von der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des europäischen Projekts QueeResilience.

demo:create Actionkit

Kurzvideos, Trends und algorithmisch zusammengestellte Feeds prägen den Medienalltag vieler Jugendlicher. Meinungen, Fakten, Unterhaltung und Werbung liegen hier dicht beieinander und damit auch die Chancen für Beteiligung sowie Risiken durch Desinformation, Hate Speech oder subtile Manipulation. Mit dem demo:create Actionkit stellt die Amadeu Antonio Stiftung ein umfangreiches Materialpaket bereit, das genau in diesen Lebenswelten ansetzt und politische Bildung mit Medienkompetenz verbindet. Ziel ist es, Jugendliche nicht nur über Social Media sprechen zu lassen, sondern mit ihnen auf der Plattformlogik zu arbeiten – handlungsorientiert, kritisch und kreativ.

First evaluation of the European strategy for a better internet for kids (BIK+)

Kinder und Jugendliche bewegen sich täglich in digitalen Räumen, in denen Kommunikation, Lernen und Freizeit ineinandergreifen. Doch zwischen kreativen Möglichkeiten und Teilhabe stehen Risiken wie schädliche Inhalte, Hate Speech, Scams oder intransparente Datennutzungen. Die europäische Strategie „Better Internet for Kids+ (BIK+)“ will genau hier ansetzen und Plattformen, Bildung, Schutzstrukturen und Beteiligung junger Menschen zusammenführen. Die erste Evaluation aus diesem Jahr fasst Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften und Expert:innen zusammen und zeigt, wo Fortschritte sichtbar sind und wo es verbindliche Nachbesserungen braucht.

MEDIEN #leicht erklärt

Digitale Medien bestimmen unseren Alltag. Nachrichten, Videos oder Soziale Medien sind jederzeit verfügbar. Doch nicht alle Menschen können komplexe Inhalte gleichermaßen verstehen. Für viele sind Begriffe aus der digitalen Welt schwer zugänglich oder schlicht zu kompliziert. Genau an diesem Punkt setzt das Portal MEDIEN #leicht erklärt an. Es vermittelt Wissen rund um Medien und das Internet in Leichter Sprache und macht so Medienkompetenz für alle zugänglich.

Safe(r) Spaces

Fake News, Radikalisierung und Hate Speech gehören zu den größten Herausforderungen der digitalen Gegenwart. Besonders in Sozialen Medien begegnen Kinder und Jugendliche diesen Phänomenen fast täglich, die in Kommentarspalten, in Chatgruppen oder in Videos, die über Plattformen Verbreitung finden. Und oftmals sind die Grenzen zwischen harmloser Meinungsäußerung und gezielter Manipulation schwer zu erkennen. Genau hier setzt das Projekt Safe(r) Spaces an, das mit einer Graphic Novel aufzeigt, wie diese Online-Risiken im Netz wirken und welche Gefahren damit verbunden sind.