Mobile Kinderschutzprodukte

Das Alter, indem Kinder das erste Mal mit digitalen Medien in Berührung kommen, sinkt.

Online warten auf Kinder allerdings nicht nur lustige Spiele und Videos, sondern auch Kostenfallen und nicht kindgerechte Inhalte. Kinderschutz-Apps sind eine Möglichkeit diesen Fallen zu entgehen, beinhalten aber ebenfalls Herausforderungen, bspw. in ihren Einstellungen und der Handhabung.
Die vorliegende Broschüre von saferinternet.at listet eine Reihe von mobilen Kinderschutzprodukten auf, welche die jungen NutzerInnen vor Gefahren schützen sollen. Hierbei stellt sie diverse Kindersicherungsapps von verschiedenen Herstellen (Apple, Microsoft, etc.) vor und benennt Vor- und Nachteile der jeweiligen Anwendung.

Das Problem bei allen Varianten: Einen vollständigen Schutz gibt es nicht. Filter arbeiten nie 100%ig genau. Immer wieder werden unproblematische Webseiten ausgefiltert und Internetseiten mit ungeeigneten Inhalten angezeigt. Zudem können viele der Filter auch umgangen und deaktiviert werden. So lassen sich beispielsweise im Apple-Betriebssystem Videos zwar nach vorgegebenen Altersgruppen filtern, dieser Filter betrifft aber nur Videos aus dem Apple-eigenen iTunes Store. Videos, die über andere Anbieter, wie z.B. YouTube, aufgerufen werden, sind weiter ungefiltert zugänglich. Hinzu kommt, dass solche Kinderschutz-Softwares in sozialen Netzwerken, Tauschbörsen, Messenger und Foren – also all das was viele Kinder und Jugendliche primär nutzen (möchten) – wirkungslos bleiben.

Die Filterangebote auf Smartphones sind nur für die jüngsten Nutzer geeignet – dann nämlich, wenn auf dem Smartphone nur bestimmte Spiele-Apps genutzt werden und kein Internetzugang benötigt wird. Dennoch brauchen Kinder auch in vermeintlich sicheren (Spiel-)Umgebungen Begleitung von medienkompetenten Erwachsenen. Je älter die Kinder werden bzw. sind, desto wichtiger wird das Gespräch über die Medien(-nutzung) (vgl. saferinternet.at).

Titel:

Mobile Kinderschutzprodukte

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Saferinternet.at (2015)

Download als pdf über die Webseiten der Herausgeber:

www.saferinternet.at

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