Wie Kinder und Jugendliche „Familien im Brennpunkt“ verstehen

Scripted-Reality-Formate sind bei Heranwachsenden ein beliebtes Fernsehformat. Die Handlungen der Sendungen sind frei erfunden. Sie werden jedoch so produziert, dass sie aussehen wie ein dokumentarisches Format. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen, dem Zuschauer wird eine vermeintliche Echtheit vorgespielt. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Beschäftigung mit solchen Formaten aus der Perspektive der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes sinnvoll.

Die Lfm und die Gesellschaft zur Förderung des internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens e.V. gingen in ihrer Studie Wie Kinder und Jugendliche Familien im Brennpunkt verstehen deshalb vier Fragen nach:

  • Was fasziniert Kinder, Pre-Teens und Jugendliche an diesem Format?
  • Was sehen die Befragten bei Familien im Brennpunkt als dokumentiert und was als gescripted an?
  • Wo liegen potenzielle Problembereiche bei der Aneignung?
  • Wie kann mit einer gezielt entwickelten Unterrichtseinheit Medienkompetenz gefördert werden?

Im ersten Schritt erfolgte eine Medienanalyse, die die Stilmittel der Sendung unter die Lupe nimmt. Dadurch erhalten auch Leser, die mit dem Sendeformat nicht vertraut sind, einen Einblick in den Aufbau der Sendung. Den Hauptteil der Studie bildet die Auswertung der Befragungen und Klassendiskussionen zu den Fragen, warum Kinder und Jugendliche die Sendung schauen und wie sie deren Wahrheitsgehalt einschätzen. Daran anschließend werden pädagogische Problembereiche, insbesondere die Übernahme von Deutungsmustern, diskutiert.

Anliegen der Studie ist es, die Perspektive der Heranwachsenden nachzuvollziehen. Daraus erwächst eine wertschätzende und anerkennende Haltung gegenüber den Kindern und Jugendlichen.

Titel:

Wie Kinder und Jugendliche „Familien im Brennpunkt“ verstehen

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) (2012)

Die Broschüre kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
www.lfm-nrw.de

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