#Kinder sind kein Content

#Kinder sind kein Content

#Kinder sind kein Content. Kinderbilder und -videos auf Social Media und im InternetEin Foto vom ersten Schultag, ein kurzes Video aus dem Urlaub oder ein lustiger Moment am Esstisch; viele Familien teilen solche Aufnahmen ganz selbstverständlich über Messenger, Soziale Medien oder Cloud-Dienste. Was privat und harmlos wirkt, kann für Kinder jedoch langfristige Folgen haben. Denn jedes Bild hinterlässt digitale Spuren, über die Kinder oft nicht selbst entscheiden können. Und oft ist dabei nicht klar, wer die Inhalte tatsächlich sieht oder weiterverbreitet. Auch Jahre später können solche Aufnahmen noch auffindbar sein und das Kind in unangenehme Situationen bringen. Mit dem Flyer „#Kinder sind kein Content“ greift klicksafe genau dieses Thema auf und gibt Eltern konkrete Hinweise zum verantwortungsvollen Umgang mit Kinderbildern und -videos im Netz.

Sharenting und Kinderrechte

Im Mittelpunkt des Flyers steht das sogenannte Sharenting. Der Begriff setzt sich aus „sharing“ und „parenting“ zusammen und beschreibt das Teilen von Kinderbildern und -videos durch Eltern oder andere Familienangehörige. klicksafe macht deutlich, dass dabei nicht nur Fragen der Privatsphäre berührt werden. Auch das Recht am eigenen Bild, mögliche peinliche Situationen, sichtbare Aufenthaltsorte oder die Weiterverbreitung durch andere spielen eine Rolle. Deshalb fragt die Checkliste unter anderem danach, ob alle abgebildeten Personen zugestimmt haben, ob das Teilen wirklich notwendig ist und ob Kindergesichter oder erkennbare Orte zu sehen sind.

Besonders hilfreich ist, dass der Flyer nicht nur allgemein vor Risiken warnt, sondern konkrete Entscheidungshilfen bietet. Eltern sollen zum Beispiel prüfen, wer die Inhalte sehen kann, ob Standortdaten deaktiviert wurden und ob das Bild auch später noch unproblematisch wäre. Auch Alternativen werden benannt. Kinder können etwa von hinten fotografiert werden oder es können Detailaufnahmen von Händen, Füßen oder Gebasteltem geteilt werden. Dadurch bleibt das Material praxisnah und gibt Eltern Orientierung, ohne eine digitale Familienkommunikation grundsätzlich abzulehnen.

KI verändert die Risiken

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der missbräuchlichen Verwendung von Bildern. klicksafe weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch scheinbar harmlose Kinderfotos durch generative KI (Künstliche Intelligenz) verändert und in neue Zusammenhänge gestellt werden können. Im Flyer werden dabei auch Deepfakes, Deepnudes und Deepfake-Pornos erklärt. Damit wird deutlich, dass Sharenting nicht mehr nur mit klassischen Fragen wie Datenschutz oder Peinlichkeit verbunden ist. Durch KI können Bilder manipuliert, sexualisiert oder für Cybermobbing und Belästigung genutzt werden.

Fazit

Ein kurzer Blick auf den Flyer zeigt, schon kleine Entscheidungen beim Teilen von Bildern können einen großen Unterschied machen. Wer sich vor dem Posten ein paar einfache Fragen stellt, schützt nicht nur die Privatsphäre von Kindern, sondern stärkt auch ihr Recht auf ein selbstbestimmtes digitales Aufwachsen.

Titel

#Kinder sind kein Content. Kinderbilder und -videos auf Social Media und im Internet

quelle (Erscheinungsjahr)

klicksafe (2026)

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