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Suizidale Inhalte im Netz

Suizidale Inhalte sind in Sozialen Netzwerken nicht nur leicht auffindbar, sondern können sich durch Plattformmechanismen auch schnell verbreiten und verdichten. Gerade für Kinder und Jugendliche kann das problematisch werden, wenn Beiträge Suizid romantisieren, ästhetisieren oder sogar konkrete Ankündigungen enthalten. Der vorliegende Report von jugendschutz.net nimmt deshalb Entwicklungen im Netz genauer in den Blick und zeigt, mit welchen neuen Formen und Verbreitungsstrategien der Jugendmedienschutz konfrontiert ist. Dabei wird deutlich, dass entsprechende Inhalte nicht isoliert betrachtet werden können, denn neben den eigentlichen Postings spielen ebenso Kommentarspalten, Sounds, Codes und Empfehlungsalgorithmen eine wichtige Rolle.

Es war einmal im Netz…

Online-Escape-Room: Grundlagen zu Cybermobbing und Fake News
Was haben Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Rumpelstilzchen mit Cybermobbing, Fake News und Datenschutz zu tun? Im Online-Escape-Room „Es war einmal im Netz …“ werden bekannte Märchenfiguren in eine digitale Gegenwart versetzt. Das browserbasierte Spiel ist Teil des Projekts „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) und verbindet dabei Rätsel mit verschiedenen Themen rund um Kommunikation und Verhalten im Netz. Ziel ist es unter anderem, eine respektvolle Kommunikation in Sozialen Netzwerken zu thematisieren und gleichzeitig für die Bedeutung dieser Fragen für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie zu sensibilisieren.

Katzenvideos, Memes und Influencer — Social Media im Kinder- und Familienalltag

in eigenes Profil, regelmäßige Posts und endlose Chats? Bei Kindern im Kita- und Grundschulalter sieht Social Media meist noch ganz anders aus. Häufig beginnt die Nutzung mit einzelnen Videos, die über das Familien-Tablet, den Smart-TV oder das Smartphone der Eltern angesehen werden. Wie diese ersten Erfahrungen in den Familienalltag eingebunden sind, untersucht das Forschungsgutachten „Katzenvideos, Memes und Influencer – Social Media im Kinder- und Familienalltag“. Die Studie entstand im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und wurde von Prof. Dr. Jeffrey Wimmer und Dr. Moritz Schweiger von der Universität Augsburg durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Kinder zwischen drei und zehn Jahren sowie die Frage, welche Inhalte sie nutzen, wie Eltern den Zugang regeln und welche Chancen und Schwierigkeiten Familien wahrnehmen.

DilemmaX

Was wiegt schwerer: die Entlastung einer Familie oder das Wohlergehen eines Tieres? Die Chance auf einen internationalen Schüleraustausch oder die Folgen für Klima und Umwelt? Der jederzeit verfügbare Zuspruch einer Künstlichen Intelligenz (KI) oder eine Freundschaft, in der Konflikte ausgehalten werden müssen? Das browserbasierte Spiel DilemmaX stellt Jugendliche vor Entscheidungen, bei denen es keine Lösung ohne Nachteile gibt. Dabei führen die drei interaktiven Geschichten in unterschiedliche moralische Konflikte und machen sichtbar, welche Argumente, Werte und möglichen Konsequenzen die Spielenden bei ihrer Entscheidung besonders stark gewichten.

Integration von KI-Anwendungen in Suchmaschinen

Wer eine Frage googelt, bekommt längst nicht mehr zwangsläufig eine Liste mit Links präsentiert. Immer häufiger steht bereits über den eigentlichen Suchergebnissen eine von Künstlicher Intelligenz (KI) formulierte Antwort. Auch KI-Chatbots greifen inzwischen auf aktuelle Informationen aus dem Netz zu und übernehmen damit Funktionen klassischer Suchmaschinen. Was für Nutzer:innen bequem ist, verändert jedoch grundlegend, wie Informationen im Internet gefunden, ausgewählt und sichtbar gemacht werden. Das vorliegende Rechtsgutachten „Integration von KI-Anwendungen in Suchmaschinen – Eine medienrechtliche und regulatorische Einordnung“ untersucht, welche rechtlichen Fragen mit dieser Entwicklung verbunden sind und wo bestehende Regelungen an ihre Grenzen geraten.

JIMplus 2026

Einen „guten Algorithmus“ müsse man sich erst einmal „züchten“, sagt eine 17-jährige Teilnehmerin der JIMplus-Studie 2026. Der Satz zeigt, wie selbstverständlich Jugendliche über Plattformlogiken, Feeds und ihre eigene Mediennutzung nachdenken. Genau diese Perspektive steht im Mittelpunkt der Sonderstudie „JIMplus 2026. Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland“ des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Sie fragt nicht nur danach, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern vor allem danach, was ihnen im digitalen Alltag guttut, was sie beschäftigt und wie sie selbst mit belastenden Erfahrungen umgehen.