Schlagwort: <span>Jugendmedienschutz</span>

Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen

Wie können Kinder und Jugendliche in einer digitalen Welt geschützt werden, ohne ihre Möglichkeiten zur Teilhabe und selbstbestimmten Mediennutzung einzuschränken? Mit den Handlungsempfehlungen „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen“ greift die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ diese Frage auf. Die Kommission wurde 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingesetzt und verbindet in der Publikation Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis und Recht mit konkreten Vorschlägen für den digitalen Kinder- und Jugendschutz. Das umfangreiche Papier richtet sich unter anderem an Fachkräfte und Verantwortliche aus Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Zivilgesellschaft sowie an Eltern und junge Menschen.

Suizidale Inhalte im Netz

Suizidale Inhalte sind in Sozialen Netzwerken nicht nur leicht auffindbar, sondern können sich durch Plattformmechanismen auch schnell verbreiten und verdichten. Gerade für Kinder und Jugendliche kann das problematisch werden, wenn Beiträge Suizid romantisieren, ästhetisieren oder sogar konkrete Ankündigungen enthalten. Der vorliegende Report von jugendschutz.net nimmt deshalb Entwicklungen im Netz genauer in den Blick und zeigt, mit welchen neuen Formen und Verbreitungsstrategien der Jugendmedienschutz konfrontiert ist. Dabei wird deutlich, dass entsprechende Inhalte nicht isoliert betrachtet werden können, denn neben den eigentlichen Postings spielen ebenso Kommentarspalten, Sounds, Codes und Empfehlungsalgorithmen eine wichtige Rolle.

Es war einmal im Netz…

Online-Escape-Room: Grundlagen zu Cybermobbing und Fake News
Was haben Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Rumpelstilzchen mit Cybermobbing, Fake News und Datenschutz zu tun? Im Online-Escape-Room „Es war einmal im Netz …“ werden bekannte Märchenfiguren in eine digitale Gegenwart versetzt. Das browserbasierte Spiel ist Teil des Projekts „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) und verbindet dabei Rätsel mit verschiedenen Themen rund um Kommunikation und Verhalten im Netz. Ziel ist es unter anderem, eine respektvolle Kommunikation in Sozialen Netzwerken zu thematisieren und gleichzeitig für die Bedeutung dieser Fragen für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie zu sensibilisieren.

SchoolCrime Podcast

Ein Klassenchat, ein weitergeleitetes Foto, ein vermeintlich harmloser Klick und plötzlich steht nicht mehr nur ein digitaler Konflikt im Raum, sondern möglicherweise eine Straftat. Gerade im schulischen Alltag können Situationen rund um Smartphones schnell eine Dynamik entwickeln, bei der Eltern und pädagogische Fachkräfte vor der Frage stehen, wie richtig damit umzugehen ist. Der Podcast „SchoolCrime – Smartphones in Kinderhand“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg greift genau solche Fälle auf und verbindet sie mit fachlicher Einordnung und konkreten Handlungsmöglichkeiten. Moderiert wird die regelmäßig erscheinende Reihe von der Medienpädagogin Saskia Nakari.

Kinder- und Jugendschutz auf Social-Media Plattformen

Ein privates Teen-Konto, ein voreingestelltes Zeitlimit und ein eigener Jugendschutzmodus, auf den ersten Blick scheinen viele Social-Media-Plattformen junge Nutzer:innen besonders zu schützen. Ein genauerer Blick in die Einstellungen und Benutzeroberflächen zeichnet jedoch ein anderes Bild. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat untersucht, wie Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube die Vorgaben zum Schutz Minderjähriger umsetzen. Im Mittelpunkt stehen Artikel 28 des Digital Services Act (DSA) sowie die entsprechenden Leitlinien der Europäischen Kommission.

Von der flachen Erde bis zur Lügenpresse

Manche Behauptungen wirken auf den ersten Blick so absurd, dass sie leicht als harmlos abgetan werden. Doch Verschwörungsmythen verbreiten sich heute schneller denn je über Soziale Netzwerke, Messenger und Videoplattformen und können gerade junge Menschen verunsichern oder in problematische Denkweisen hineinführen. Die vorliegende Broschüre „Von der flachen Erde bis zur Lügenpresse – Warum Verschwörungsmythen ein Problem sind und was Eltern und Fachkräfte dagegen tun können“ der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. (aj) und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) zeigt, wie Verschwörungsmythen und Fake News funktionieren, warum sie besonders für Kinder und Jugendliche problematisch sein können und wie pädagogische Fachkräfte sowie Eltern präventiv handeln können.