Schlagwort: <span>Medienkompetenz</span>

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ)

Die Handlungsempfehlungen der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ umfassen zahlreiche Vorschläge dazu, wie junge Menschen im Umgang mit digitalen Medien besser geschützt und gleichzeitig in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden können. Nun haben die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) und die mitzeichnenden Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, in der sie ausgewählte Empfehlungen fachlich einordnen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Fragen rund um Medienbildung, Altersgrenzen, Plattformverantwortung, Prävention und Künstliche Intelligenz (KI). Ausgangspunkt ist der von der Expertenkommission formulierte Dreiklang aus Schutz, Befähigung und Teilhabe, den auch die BAJ und die Landesstellen grundsätzlich unterstützen.

Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen

Wie können Kinder und Jugendliche in einer digitalen Welt geschützt werden, ohne ihre Möglichkeiten zur Teilhabe und selbstbestimmten Mediennutzung einzuschränken? Mit den Handlungsempfehlungen „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen“ greift die Unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ diese Frage auf. Die Kommission wurde 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingesetzt und verbindet in der Publikation Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis und Recht mit konkreten Vorschlägen für den digitalen Kinder- und Jugendschutz. Das umfangreiche Papier richtet sich unter anderem an Fachkräfte und Verantwortliche aus Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Zivilgesellschaft sowie an Eltern und junge Menschen.

Es war einmal im Netz…

Online-Escape-Room: Grundlagen zu Cybermobbing und Fake News
Was haben Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Rumpelstilzchen mit Cybermobbing, Fake News und Datenschutz zu tun? Im Online-Escape-Room „Es war einmal im Netz …“ werden bekannte Märchenfiguren in eine digitale Gegenwart versetzt. Das browserbasierte Spiel ist Teil des Projekts „Bitte Was?! Kontern gegen Fake und Hass“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ) und verbindet dabei Rätsel mit verschiedenen Themen rund um Kommunikation und Verhalten im Netz. Ziel ist es unter anderem, eine respektvolle Kommunikation in Sozialen Netzwerken zu thematisieren und gleichzeitig für die Bedeutung dieser Fragen für das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie zu sensibilisieren.

DilemmaX

Was wiegt schwerer: die Entlastung einer Familie oder das Wohlergehen eines Tieres? Die Chance auf einen internationalen Schüleraustausch oder die Folgen für Klima und Umwelt? Der jederzeit verfügbare Zuspruch einer Künstlichen Intelligenz (KI) oder eine Freundschaft, in der Konflikte ausgehalten werden müssen? Das browserbasierte Spiel DilemmaX stellt Jugendliche vor Entscheidungen, bei denen es keine Lösung ohne Nachteile gibt. Dabei führen die drei interaktiven Geschichten in unterschiedliche moralische Konflikte und machen sichtbar, welche Argumente, Werte und möglichen Konsequenzen die Spielenden bei ihrer Entscheidung besonders stark gewichten.

Kompetenznetzwerk KI und Alter

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet Menschen längst nicht mehr nur in technischen Fachdebatten. Sie steckt unter anderem in Suchmaschinen, Navigationssystemen, Gesundheitsanwendungen, Behördenportalen und Kommunikationsdiensten. Doch nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu verständlichen Informationen oder die Möglichkeit, neue Anwendungen selbst auszuprobieren. Das Kompetenznetzwerk KI & Alter, kurz KoKIA, setzt deshalb gezielt bei den Erfahrungen, Fragen und Bedürfnissen älterer Menschen an. KoKIA ist eine bundesweite Plattform der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V.

QueeResilience Workshop-Module

Ein Meme kann verletzen, ein Kommentar kann ausschließen, ein Chatverlauf kann belasten. Gleichzeitig können digitale Räume für (queere) Jugendliche auch Orte sein, an denen sie Unterstützung finden, sich ausprobieren und Gemeinschaft erleben. Genau in diesem Spannungsfeld setzen die QueeResilience Workshop-Module an. Sie verbinden Medienbildung, Resilienzförderung und soziale-emotionale Kompetenzen und stellen konkrete Konzepte für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen zur Verfügung. Veröffentlicht wurden die Materialien von der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des europäischen Projekts QueeResilience.