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#FollowMe?! Social Media, Influencing und Verantwortung

Social Media gehört längst zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat sind nicht nur Orte für Austausch und Unterhaltung, sondern auch zentrale Informationsquellen. Genau hier setzt der aktuelle „Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht“ der Medienanstalten an und bündelt Perspektiven zu Influencing, Meinungsbildung und Verantwortung im digitalen Raum. Der Bericht macht deutlich, dass sich die Rolle Sozialer Medien in den letzten Jahren stark verändert hat. Inhalte werden nicht mehr nur aktiv gesucht, sondern algorithmisch ausgespielt. Gerade junge Nutzer:innen stoßen dadurch oft ungeplant auf politische, gesellschaftliche oder werbliche Inhalte. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Information, Meinung und Unterhaltung zunehmend.

Generative KI aus Sicht von Jugendlichen: Eine qualitative Studie im Rahmen des Projekts „EU Kids Online“

Generative Künstliche Intelligenzen (KI) wie etwa ChatGPT sind für viele Jugendliche längst Teil ihres Alltags geworden. Sie werden für Hausaufgaben genutzt, zum Nachfragen, zum Schreiben von Texten oder einfach, um sich Dinge erklären zu lassen. Die vorliegende Studie von Kira Thiel, Claudia Lampert und Eleysa Memis zeigt, wie selbstverständlich diese Nutzung inzwischen ist und wie unterschiedlich Jugendliche damit umgehen. Die qualitative Studie wurde im Rahmen des Projekts „EU Kids Online“ durchgeführt und vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg veröffentlicht. Grundlage sind Interviews mit Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren, die Einblicke in ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Nutzungsweisen geben.

WhatsApp-Kanäle: Zwischen digitalem Tagebuch und Online-Boltzplatz

Mit der Einführung von WhatsApp-Kanälen hat sich ein Messenger, der lange vor allem für private Kommunikation stand, sichtbar verändert. Inhalte können nun öffentlich verbreitet, abonniert und von vielen Nutzer:innen gleichzeitig verfolgt werden. Dadurch entstehen neue Formen digitaler Öffentlichkeit innerhalb einer App, die für Kinder und Jugendliche ohnehin zum festen Bestandteil ihres Alltags gehört. Eine aktuelle Studie der Landesanstalt für Medien NRW untersucht, wie junge Menschen diese Funktion nutzen und welche Bedeutung sie für Information, Selbstdarstellung und Medienhandeln hat. Eine aktuelle Studie der Landesanstalt für Medien NRW untersucht, welche Rolle diese Kanäle im Medienhandeln junger Menschen spielen, welche Inhalte dort geteilt werden und welche Chancen sowie Risiken damit verbunden sind.

Epstein-Files: Anlass für Hass und Propaganda online

Die Debatte um den Missbrauchsskandal rund um Jeffrey Epstein sorgt seit Jahren weltweit für Schlagzeilen. Neue Veröffentlichungen von Ermittlungsakten und die Diskussion über mögliche Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten rücken das Thema immer wieder in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Skandalthemen wie dieses verbreiten sich heute oft nicht nur über Nachrichtenportale, sondern auch in Form von Clips, Memes oder emotional zugespitzten Kommentaren in Sozialen Netzwerken. Gerade wenn reale Gewaltverbrechen und politische Debatten aufeinandertreffen, entstehen schnell Dynamiken, in denen Unsicherheit, Empörung und Spekulation miteinander verschmelzen. Der aktuelle Report von jugendschutz.net zeigt, wie die Veröffentlichung der sog. Epstein-Files online aufgegriffen wird und welche Risiken sich daraus insbesondere für junge Nutzer:innen ergeben.

Mapping News Creators and Influencers in Social and Video Networks

Nachrichten werden längst nicht mehr ausschließlich über klassische Medien konsumiert. Viele Menschen begegnen aktuellen Themen heute zuerst auf Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram. Und das auch häufig vermittelt durch einzelne Persönlichkeiten statt durch traditionelle Redaktionen. Eine aktuelle Untersuchung des Reuters Institute for the Study of Journalism nimmt genau dieses Phänomen in den Blick und analysiert, welche Rolle sogenannte News-Creator:innen und Influencer:innen im digitalen Nachrichtenökosystem spielen.

Digitalisierung in der Kinder- und Jugendhilfe

Tablets, WLAN und digitale Dokumentation gehören in vielen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe längst zum Alltag. Doch die eigentliche Herausforderung beginnt nicht mit der Anschaffung neuer Geräte, sondern mit der Frage, wie Digitalisierung pädagogisch sinnvoll gestaltet werden kann. Die vorliegende Handreichung des Landesverwaltungsamtes Stabsstelle Kommunikation und Referat Landesjugendamt setzt genau hier an und versteht Digitalisierung nicht als Selbstzweck, sondern als Aufgabe, die pädagogische Haltung, Schutz und Teilhabe miteinander verbindet.