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Reuters Institute Digital News Report 2026 – Ergebnisse für Deutschland

Nachrichten sind jederzeit verfügbar und erreichen Menschen heute über Fernsehen, Nachrichtenportale, Soziale Netzwerke oder Messenger. Gleichzeitig wächst bei vielen das Bedürfnis, sich bewusst von aktuellen Meldungen zurückzuziehen. Der vorliegende „Reuters Institute Digital News Report 2026 – Ergebnisse für Deutschland“, herausgegeben vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) als deutscher Teil der internationalen Reuters-Institute-Studie, untersucht, wie Menschen in Deutschland Nachrichten nutzen, welchen Quellen sie vertrauen und welche Rolle Soziale Medien, KI und Newsfluencer:innen dabei spielen.

Companion AI

Viele Menschen nutzen KI inzwischen nicht mehr nur für Hausaufgaben, die Arbeit oder die Informationssuche. Chatbots werden zunehmend auch als Gesprächspartner, Ratgeber oder emotionale Begleiter eingesetzt. Welche Risiken mit dieser Entwicklung verbunden sind, untersucht die vorliegende Studie „Companion AI – Risiken von sykophantischen und suchtfördernden Designs von KI-Systemen, ihre rechtliche Erfassung und Handlungsempfehlungen“ des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie. Dabei werden sowohl spezielle Companion-Apps wie Character.AI oder Replika als auch allgemeine KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Grok betrachtet.

QueeResilience Workshop-Module

Ein Meme kann verletzen, ein Kommentar kann ausschließen, ein Chatverlauf kann belasten. Gleichzeitig können digitale Räume für (queere) Jugendliche auch Orte sein, an denen sie Unterstützung finden, sich ausprobieren und Gemeinschaft erleben. Genau in diesem Spannungsfeld setzen die QueeResilience Workshop-Module an. Sie verbinden Medienbildung, Resilienzförderung und soziale-emotionale Kompetenzen und stellen konkrete Konzepte für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen zur Verfügung. Veröffentlicht wurden die Materialien von der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des europäischen Projekts QueeResilience.

Nachrichtenrezeption junger Menschen

Die klassische Nachrichtensendung um 20 Uhr oder die morgendliche Zeitung spielen für viele junge Menschen längst nicht mehr die gleiche Rolle wie früher. Informationen erreichen sie heute häufig über Instagram, TikTok, YouTube oder Messenger-Dienste. Der aktuelle ARD-Forschungsdienst fasst zahlreiche internationale Studien zur Nachrichtenrezeption junger Menschen zusammen und zeigt, wie sich Nachrichtenkonsum und Informationsverhalten verändern. Ein zentrales Ergebnis: Junge Erwachsene beziehen Nachrichten zunehmend über Soziale Netzwerke und Videoplattformen.

Always on?! Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen

Wenn Kinder und Jugendliche ihr Handy kaum noch aus der Hand legen, entsteht schnell Streit in Familien. Dabei geht es oft nicht nur um Bildschirmzeit, sondern um die Frage, welche Rolle digitale Medien im Alltag einnehmen. Werden Social Media, Games oder Streaming wichtiger als Schlaf, Schule, Freundschaften oder Hobbys, kann aus intensiver Nutzung ein ernstes Problem werden. Die vorliegende Broschüre „Always On?! Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen“ von klicksafe setzt genau hier an und gibt Eltern Orientierung, wie sie Warnsignale erkennen und einem gesunden Medienumgang vorbeugen können.

Zwischen Fortnite, TikTok und ChatGPT: Mediennutzung, Risiken und neue Nutzungstrends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Der Blick aufs Handy dauert oft nur ein paar Sekunden. Ein kurzes Video, ein neuer Clip, schnell noch eine Nachricht beantworten und plötzlich ist eine Stunde vergangen. Für viele Kinder und Jugendliche gehören TikTok, YouTube, Gaming oder ChatGPT selbstverständlich zum Alltag. Die vorliegende Mediensuchtstudie 2025/2026 im Auftrag der DAK Gesundheit zeigt jedoch, wie stark sich digitale Mediennutzung inzwischen ausweitet und wo daraus problematische Nutzungsmuster entstehen können. Die vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführte Langzeitstudie untersucht seit 2019 das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Fokus stehen digitale Spiele, soziale Medien, Online-Videos sowie erstmals auch generative KI-Chatbots wie ChatGPT oder Meta AI.