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Zwischen Suchmaschine und Gesprächspartner: Wie KI-Chatbots unsere politische Informationssuche verändern

Wer politische Informationen sucht, greift längst nicht mehr ausschließlich auf klassische Suchmaschinen oder journalistische Angebote zurück. Auch KI-Chatbots wie ChatGPT entwickeln sich zunehmend zu einer Anlaufstelle für Fragen zu politischen Themen. Dabei liefern sie nicht nur einzelne Suchergebnisse, sondern bündeln Informationen in direkten Antworten und ermöglichen Rückfragen im weiteren Gesprächsverlauf. Doch wie formulieren Nutzer:innen ihre Anfragen eigentlich und welchen Einfluss haben diese Prompts darauf, wie ein KI-Chatbot nach Informationen sucht? Genau diesen Fragen widmet sich die vorliegende Studie „Zwischen Suchmaschine und Gesprächspartner: Wie KI-Chatbots unsere politische Informationssuche verändern“ der Landesanstalt für Medien NRW. Die Studie untersucht damit nicht nur, wofür Menschen generative KI einsetzen, sondern vor allem, wie sie KI-Chatbots konkret zur politischen Informationssuche nutzen.

Emotionalisiert, zugespitzt, meinungsstark: Political Influencer zwischen Journalismus und Algorithmus

In Feeds, die sonst von Tanztrends, Alltagsschnappschüssen oder Rezepten gefüllt sind, tauchen immer häufiger politische Statements auf. Viele Jugendliche begegnen Politik heute nicht zuerst in Nachrichtenformaten, sondern durch Creator:innen, die ihre Sicht auf aktuelle Debatten auf TikTok oder Instagram teilen. Genau hier setzt die neue Studie der Landesanstalt für Medien NRW an: Sie zeigt, wie Political Influencer politische Themen präsentieren und welche Wirkung ihre Mischung aus Persönlichkeit, Algorithmus und Meinung entfalten kann.  

demo:create Actionkit

Kurzvideos, Trends und algorithmisch zusammengestellte Feeds prägen den Medienalltag vieler Jugendlicher. Meinungen, Fakten, Unterhaltung und Werbung liegen hier dicht beieinander und damit auch die Chancen für Beteiligung sowie Risiken durch Desinformation, Hate Speech oder subtile Manipulation. Mit dem demo:create Actionkit stellt die Amadeu Antonio Stiftung ein umfangreiches Materialpaket bereit, das genau in diesen Lebenswelten ansetzt und politische Bildung mit Medienkompetenz verbindet. Ziel ist es, Jugendliche nicht nur über Social Media sprechen zu lassen, sondern mit ihnen auf der Plattformlogik zu arbeiten – handlungsorientiert, kritisch und kreativ.

Bedeutung von TikTok und Instagram als Informationsmedien für junge Menschen

Soziale Medien sind längst mehr als nur Unterhaltungsplattformen – sie sind für viele junge Menschen auch eine wichtige Informationsquelle zu politischen Themen. Klassische Nachrichtenmedien verlieren bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung, während Plattformen wie TikTok und Instagram eine immer größer werdende Rolle in der politischen Meinungsbildung spielen. Besonders bei gesellschaftlich relevanten Ereignissen, wie Wahlen oder Protestbewegungen, zeigt sich, dass viele junge Menschen ihre Informationen über soziale Netzwerke beziehen. Doch welche Inhalte werden tatsächlich konsumiert? Und wie beeinflussen Algorithmen und Influencer:innen die politische Meinungsbildung?

Kritische Bildanalyse – Fallbeispiel Transfeindlichkeit

Hassrede und Diskriminierung sind im digitalen Raum allgegenwärtig – besonders betroffen sind dabei marginalisierte Gruppen. Transfeindlichkeit nimmt in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten immer mehr zu und stellt eine massive psychische Belastung für Transpersonen dar. Dabei handelt es sich nicht nur um vereinzelte Anfeindungen, sondern um gezielte Desinformationskampagnen, die Fehlinformationen über Transidentität verbreiten und gesellschaftliche Vorurteile verstärken. Insbesondere Jugendliche, die sich mit Fragen zur Geschlechtsidentität auseinandersetzen, sind mit einer toxischen Online-Kultur konfrontiert, die ihre Selbstwahrnehmung und ihr Wohlbefinden beeinträchtigen kann. Gleichzeitig fehlt es vielen Menschen an Wissen darüber, wie sie Transpersonen unterstützen oder transfeindlicher Hetze entgegentreten können.

Wie weit geht Meinungsfreiheit und gelten im Internet auch noch andere Regeln?

Die Meinungsfreiheit zählt zu den Grundpfeilern unserer Demokratie. Denn sie erlaubt es Menschen, ihre Ansichten frei zu äußern und trägt entscheidend zur Vielfalt von Meinungen und Ideen in unserer Gesellschaft bei. Doch Meinungsfreiheit ist nicht grenzenlos: Sie endet dort, wo andere Rechte verletzt werden, wie beispielsweise durch Beleidigungen, Hetze oder die Verbreitung von Desinformationen. Dabei stellt sich besonders im Internet, wo Nutzer:innen Inhalte oft anonym und ohne Kontrolle verbreiten, immer wieder die Frage: Gelten hier andere Regeln? Die vorliegende Unterrichtseinheit von Einfach.Medien (NDR) regt Schüler:innen dazu an, die Meinungsfreiheit kritisch zu hinterfragen und ihre Grenzen zu verstehen.