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Suizidale Inhalte im Netz

Suizidale Inhalte sind in Sozialen Netzwerken nicht nur leicht auffindbar, sondern können sich durch Plattformmechanismen auch schnell verbreiten und verdichten. Gerade für Kinder und Jugendliche kann das problematisch werden, wenn Beiträge Suizid romantisieren, ästhetisieren oder sogar konkrete Ankündigungen enthalten. Der vorliegende Report von jugendschutz.net nimmt deshalb Entwicklungen im Netz genauer in den Blick und zeigt, mit welchen neuen Formen und Verbreitungsstrategien der Jugendmedienschutz konfrontiert ist. Dabei wird deutlich, dass entsprechende Inhalte nicht isoliert betrachtet werden können, denn neben den eigentlichen Postings spielen ebenso Kommentarspalten, Sounds, Codes und Empfehlungsalgorithmen eine wichtige Rolle.

SchoolCrime Podcast

Ein Klassenchat, ein weitergeleitetes Foto, ein vermeintlich harmloser Klick und plötzlich steht nicht mehr nur ein digitaler Konflikt im Raum, sondern möglicherweise eine Straftat. Gerade im schulischen Alltag können Situationen rund um Smartphones schnell eine Dynamik entwickeln, bei der Eltern und pädagogische Fachkräfte vor der Frage stehen, wie richtig damit umzugehen ist. Der Podcast „SchoolCrime – Smartphones in Kinderhand“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg greift genau solche Fälle auf und verbindet sie mit fachlicher Einordnung und konkreten Handlungsmöglichkeiten. Moderiert wird die regelmäßig erscheinende Reihe von der Medienpädagogin Saskia Nakari.

JIMplus 2026

Einen „guten Algorithmus“ müsse man sich erst einmal „züchten“, sagt eine 17-jährige Teilnehmerin der JIMplus-Studie 2026. Der Satz zeigt, wie selbstverständlich Jugendliche über Plattformlogiken, Feeds und ihre eigene Mediennutzung nachdenken. Genau diese Perspektive steht im Mittelpunkt der Sonderstudie „JIMplus 2026. Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland“ des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Sie fragt nicht nur danach, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern vor allem danach, was ihnen im digitalen Alltag guttut, was sie beschäftigt und wie sie selbst mit belastenden Erfahrungen umgehen.

Kinder- und Jugendschutz auf Social-Media Plattformen

Ein privates Teen-Konto, ein voreingestelltes Zeitlimit und ein eigener Jugendschutzmodus, auf den ersten Blick scheinen viele Social-Media-Plattformen junge Nutzer:innen besonders zu schützen. Ein genauerer Blick in die Einstellungen und Benutzeroberflächen zeichnet jedoch ein anderes Bild. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat untersucht, wie Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube die Vorgaben zum Schutz Minderjähriger umsetzen. Im Mittelpunkt stehen Artikel 28 des Digital Services Act (DSA) sowie die entsprechenden Leitlinien der Europäischen Kommission.

Stationenlernen zum Thema Desinformation

Ob eine Nachricht glaubwürdig ist, entscheidet sich nicht immer auf den ersten Blick. Reißerische Überschriften, manipulierte Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen können selbst dann überzeugend wirken, wenn sie eine falsche Botschaft vermitteln. Mit dem „Stationenlernen zum Thema Desinformation“ stellt die Landesanstalt für Medien NRW ein umfangreiches Unterrichtskonzept bereit, das Jugendliche für solche Manipulationsversuche sensibilisiert. Das Material richtet sich an Schüler:innen zwischen 12 und 16 Jahren in den Klassenstufen sieben bis zehn und kann grundsätzlich in unterschiedlichen Unterrichtsfächern eingesetzt werden. Für die Durchführung ist mindestens eine Doppelstunde vorgesehen, das Konzept lässt sich jedoch auf mehrere Unterrichtsstunden ausweiten.

Frauenverachtender Trend „Junkofication“

Ein vermeintlich absurder Clip, eine Anspielung auf ein Videospiel oder ein Meme, dessen Bedeutung sich nicht sofort erschließt, Frauenverachtende Inhalte treten in Sozialen Medien nicht immer offen als solche auf. Häufig verstecken sie sich hinter Ironie, Insider-Witzen und popkulturellen Bezügen. Der aktuelle Report „Frauenverachtender Trend Junkofication“ von jugendschutz.net zeigt am Beispiel eines vor allem auf TikTok verbreiteten Trends, wie die Verhöhnung eines realen Gewaltopfers aus extremistischen Online-Nischen auf reichweitenstarke Plattformen gelangt. Dabei werden sexualisierte Gewalt verharmlost, die Betroffene verspottet und frauenfeindliche Weltbilder als schwarzer Humor getarnt.