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Demokratie braucht Medienbildung!

Desinformationen sind keine neuen Phänome, aber ihre Verbreitung hat sich mit digitalen Plattformen deutlich verändert. Inhalte können schnell erstellt, emotional aufgeladen verbreitet und von vielen Menschen gleichzeitig weitergegeben werden. Die vorliegende Handreichung „Demokratie braucht Medienbildung!“ der Bertelsmann Stiftung, der Stadtbibliothek Gütersloh und des Deutschen Bibliotheksverbands greift diese Entwicklungen auf und zeigt, welche Rolle Medienbildung im Umgang mit Desinformation spielen kann.

Epstein-Files: Anlass für Hass und Propaganda online

Die Debatte um den Missbrauchsskandal rund um Jeffrey Epstein sorgt seit Jahren weltweit für Schlagzeilen. Neue Veröffentlichungen von Ermittlungsakten und die Diskussion über mögliche Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten rücken das Thema immer wieder in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit. Skandalthemen wie dieses verbreiten sich heute oft nicht nur über Nachrichtenportale, sondern auch in Form von Clips, Memes oder emotional zugespitzten Kommentaren in Sozialen Netzwerken. Gerade wenn reale Gewaltverbrechen und politische Debatten aufeinandertreffen, entstehen schnell Dynamiken, in denen Unsicherheit, Empörung und Spekulation miteinander verschmelzen. Der aktuelle Report von jugendschutz.net zeigt, wie die Veröffentlichung der sog. Epstein-Files online aufgegriffen wird und welche Risiken sich daraus insbesondere für junge Nutzer:innen ergeben.

Desinformation und KI

Texte, Bilder oder Videos lassen sich heute mit wenigen Klicks erstellen. Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es, Inhalte schnell zu generieren und in großer Zahl zu verbreiten. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass solche Technologien auch für Desinformation eingesetzt werden können. Der Online-Atlas „Wahrheit und Wissen im digitalen Wandel“ greift diese Fragen auf und bündelt aktuelle Forschungserkenntnisse zum Zusammenspiel von KI und Desinformation.

JIM-Studie 2025

Wenn Jugendliche über ihren Tag erzählen, spielt das Smartphone meistens eine Rolle, ob beim Austausch mit Freund:innen, beim Musikhören oder beim Scrollen durch Feeds. Digitale Medien gehören so selbstverständlich zum Aufwachsen dazu, dass es ohne regelmäßige Bestandsaufnahme kaum möglich wäre, Entwicklungen wirklich einzuordnen. Die JIM-Studie 2025 des medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) liefert dafür erneut eine wichtige Grundlage. Sie zeigt nicht nur, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern auch, wie sie ihren eigenen Medienalltag erleben und wo Chancen sowie Belastungen liegen.

Nachrichtenmacher

„Bundestagswahl, Ukraine-Krieg, Trainer-Rausschmiss bei Mainz 05 … In der Welt da draußen gehts ab: News im Sekundentakt, Fakten und Fakes. Du entscheidest, was für unsere nächste News-Sendung wichtig ist.“ So startet das Onlinespiel Nachrichtenmacher und damit ist auch schon die Aufgabe umrissen, die Jugendliche in diesem Serious Game zu bewältigen haben.

Die Informationsräume und das Informationshandeln junger Menschen und ihr Umgang mit Desinformation

In einer Zeit, in der sich junge Menschen täglich durch eine Vielzahl an digitalen Inhalten navigieren müssen, ist die Frage, wie sie Informationen bewerten, auswählen und verbreiten, von besonderer Bedeutung. Fake News, algorithmische Filterblasen und gezielte Desinformation stellen große Herausforderungen an die Medienkompetenz dar. Gleichzeitig wird die Nachrichten- und Informationsbeschaffung immer dynamischer: Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und algorithmisch personalisierte Feeds prägen zunehmend den Zugang zu Informationen. Dies führt dazu, dass viele Jugendliche ihre Nachrichten nicht mehr aus klassischen Medien beziehen, sondern Informationen aus unterschiedlichen, oft informellen Quellen zusammentragen. Doch welche Strategien nutzen sie, um sich in der digitalen Informationsflut zurechtzufinden?