Medienpädagogische Arbeit lebt vom Ausprobieren. Wenn Kinder und Jugendliche selbst gestalten, experimentieren und ihre eigenen Ideen umsetzen können, entstehen Lernprozesse, die weit über reines Technikverständnis hinausgehen. Die vorliegende Sammlung der Deutschen Telekom Stiftung greift genau diesen Ansatz auf und bündelt 27 erprobte Projektideen für die Arbeit mit Medien und digitaler Technik in der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Die vorgestellten „Rezepte“ sind bewusst niedrigschwellig angelegt und laden dazu ein, digitale Technologien kreativ, spielerisch und gemeinschaftlich zu nutzen. Ob Coding, Making, Gaming, Audio oder Virtual Reality, die Projekte eröffnen vielfältige Zugänge und lassen sich flexibel an unterschiedliche Altersgruppen, Zeitrahmen und Vorerfahrungen anpassen.
Rezeptideen statt starre Konzepte
Der Aufbau der Sammlung orientiert sich an klassischen Kochrezepten. Auf einen Blick wird sichtbar, wie viel Zeit benötigt wird, welches Material gebraucht wird und für welche Altersgruppen sich ein Projekt eignet. Diese klare Struktur erleichtert Fachkräften die Planung und senkt die Einstiegshürden in die medienpädagogische Praxis. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, dass Abwandlungen ausdrücklich erwünscht sind: Die Rezepte können verändert, kombiniert oder weiterentwickelt werden, je nach Zielgruppe und Rahmenbedingungen.
Die Themen reichen von analogen Einstiegen ins algorithmische Denken über Game- und Sound-Jams bis hin zu Projekten mit Robotik, Sensorik oder Künstlicher Intelligenz. Dabei wird Technik stets mit kreativen, sozialen und reflexiven Elementen verknüpft. Kinder und Jugendliche werden nicht nur als Nutzer:innen angesprochen, sondern als aktive Gestalter:innen digitaler Medien.
Medienkompetenz durch Beteiligung und Kreativität
Besonders hervorzuheben ist der partizipative Ansatz der Sammlung. Viele Projekte setzen darauf, dass Teilnehmende mitentscheiden, eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. So werden neben technischem Wissen auch Teamfähigkeit, Problemlösekompetenz und kritisches Denken gefördert. Medienkompetenz wird hier als Zusammenspiel von Gestalten, Reflektieren und gemeinschaftlichem Lernen verstanden.
Auch für Fachkräfte bietet das Material wertvolle Impulse. Es zeigt, wie medienpädagogische Projekte ohne umfangreiche Vorkenntnisse umgesetzt werden können und wie digitale Technik sinnvoll in bestehende pädagogische Konzepte integriert werden kann. Die Sammlung versteht sich damit nicht als Anleitung zum Nachmachen, sondern als Inspirationsquelle für eigene medienpädagogische Ideen.
Titel
Ausprobieren, Entdecken und Gestalten. 27 Rezeptideen für Projekte mit Medien und digitaler Technik
quelle (Erscheinungsjahr)
Deutsche Telekom Stiftung (2025)
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