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Hate Speech – Ein europäischer Vergleich

Hate Speech – Ein europäischer Vergleich

Hate Speech - Ein europäischer Vergleich. Ergebnisse des sCAN-Projekts 2018 bis 2020Hass im Netz macht nicht an Ländergrenzen halt. Hate Speech gibt es in jeder Sprache, auf allen Plattformen und ist längst kein Randphänomen mehr. Umso wichtiger ist es deshalb, zivilgesellschaftliche Organisationen und Projekte auch transnational zu vernetzen, um Hass und Extremismus zu begegnen und entscheidend entgegenzutreten. Aus diesem Grund hat jugendschutz.de von 2018 bis 2020 gemeinsam mit europäischen Partnerorganisationen das Projekt „Platforms, Experts, Tools: Specialised Cyber Activists Network“ (sCAN) durchgeführt. Neben Online-Kursen und Workshops zu den Themen Counter Speech und Monitoring wurde auch das Reaktionsverhalten großer Social-Media-Dienste getestet.

zehn Organisationen aus neun europäischen Ländern

In der vorliegenden Broschüre sind die Ergebnisse der einzelnen Workshops und Studien zusammengefasst. Daraus resultierend gibt es abschließend auch Handlungsempfehlungen. Insgesamt beteiligten sich zehn Organisationen aus neun europäischen Ländern. Darunter zum Beispiel Romea aus Tschechien, Respect Zone aus Frankreich und CESIE aus Italien. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen deutlich: Hass im Netz ist auf vielen Plattformen verbreitet. Besonders Instagram ist in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Bestandteil der Jugendkultur und somit auch für Extremist:innen immer wichtiger geworden. Auch Plattformen wie Telegram, VK.com und Gab.ai gewinnen immer mehr internationales Publikum. Nicht zuletzt, weil große Netzwerke durch die Pandemie bedingt stärker gegen Hassrede und Verschwörungsmythen vorgehen.

Alle Formen des Hasses haben eine Gemeinsamkeit: Sie richten sich immer gegen Minderheiten. Neben Rassismus ist auch Antiziganismus weit verbreitet. Dabei handelt es sich um eine Form den Rassismus, welcher sich gegen Sinti und Roma richtet.

International und weit verbreitet

Das Projekt zeigt deutlich, wie international und vielfältig Hass verbreitet ist. Niemand sollte aufgrund von Herkunft, Religion oder Aussehen ausgegrenzt und verurteilt werden. Dabei sollte und kann man nicht allein auf das Handeln der einzelnen Plattformen vertrauen. Laut dem Projekt liegt die große Chance vor allem in der Präventionsarbeit. Dabei gilt es die Fähigkeiten von Kinder und Jugendliche so zu stärken, dass diese medienkritischer und sicherer im Umgang mit Hate Speech und extremistischer Propaganda im Netzen werden.

Alle Ergebnisse, sowie Artikel und News rund um das Projekt sind auf der offiziellen Projekt-Website zu finden.

Titel:

Hate Speech – Ein europäischer Vergleich. Ergebnisse des sCAN-Projekts 2018 bis 2020

Quelle (Erscheinungsjahr):

jugendschutz.net (2020)

Download als PDF über die Webseiten der Herausgeber:

www.jugendschutz.net


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