Kinder und Onlinewerbung

Kinder geraten heute bereits sehr früh in Kontakt mit Medien. Sie kennen sie aus dem Alltag, vom Einkaufen, aber eben auch aus dem Fernsehen, Radio oder aus dem Internet. Viele Kinder sind fasziniert von Werbung oder können sogar Werbeslogans auswendig. Dies kommt daher, weil Werbung auf kurze, klare und sehr eingängige Botschaften setzt, die auffallen sollen. Kinder sprechen aber auch auf Werbung an, weil sie direkt als Zielgruppe angesprochen werden, z. B. über ihre Lieblingsstars oder über Produkte wie Spielzeug, Süßigkeiten oder Medieninhalte, die sie gut finden (vgl. Vorwort, S. 8).

Eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Werbung, egal ob online oder klassisch an der Litfaßsäule, ist daher zentrales Kriterium um einen reflektierten, souveränen Umgang mit Werbung zu erlernen. Kinder erkennen Werbung im Internet nicht immer und sie müssen erst verstehen, wie beispielsweise Angebote, die auf den ersten Blick kostenfrei sind, aus den persönlichen Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer einen Gewinn ziehen können.
Ratschläge wie „Bloß nicht anklicken!“ oder „Klick‘ auf das X, dann geht die Seite wieder zu!“ reichen nicht, um solchen Situationen vorzubeugen und Kinder stark im Umgang mit Werbung zu machen. Kinder müssen zunächst lernen zu erkennen, dass es sich um Werbung handelt und verstehen, was Werbung von ihnen will, nur dann können sie einen kompetenten Umgang mit Onlinewerbung entwickeln.

Am Ende jedes Kapitels heißt es nicht nur „Was tun?“, sondern hier finden sich auch konkrete Antworten und Hilfen für Erziehende, um Kinder bei der Entwicklung ihrer Werbekompetenz im Internet zu unterstützen. Die Broschüre ist eine Zusammenfassung der Studie „Kinder und Onlinewerbung“ und ergänzt das Spiel „Verflixte Werbeklicks – Ein Spiel für die ganze Familie zum Thema Internet und Werbung“.

Das Forschungsprojekt wurde gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt.

Titel:

Kinder und Onlinewerbung. Ein Ratgeber für Eltern.

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) (2014)

Download als PDF oder Bestellung als Printversion über die Webseiten der Herausgeber:
www.lfm.de

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