Minecraft als politische und gesellschaftliche Lern- und Erlebniswelt

Digitale Spiele sind für viele Kinder längst mehr als Zeitvertreib. Sie sind Orte des Austauschs, des Ausprobierens und des gemeinsamen Handelns. Besonders Minecraft nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Denn als offene Spielwelt ohne festgelegtes Ziel lädt es dazu ein, eigene Ideen zu entwickeln, Regeln auszuhandeln und gemeinsam Lösungen zu finden. Genau diese Eigenschaften greift das vorliegende Material von Kristina Karl und Magdalena Wallisch-Kochauf und macht sie für Bildungsprozesse nutzbar.

Erfahrung von Kindern und Jugendlichen mit Sexting und Pornos – Befragung 2025

Erfahrungen mit Pornografie und Sexting sind seit einigen Jahren fester Bestandteil der digitalen Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher. Bereits frühere Befragungen haben gezeigt (Befragungswelle 2024, Befragungswelle 2023), dass entsprechende Inhalte häufig ungeplant wahrgenommen werden und mit Unsicherheiten, Neugier und teils auch Überforderung verbunden sind. Die aktuelle Studie setzt genau an diesen Ergebnissen an und bildet die bislang jüngste Befragungswelle einer fortlaufenden Untersuchungsreihe der Landesanstalt für Medien NRW. Sie ermöglicht es, Entwicklungen nachzuzeichnen und Veränderungen im Umgang mit pornografischen Inhalten und Sexting genauer einzuordnen. 

KI-Campus

Künstliche Intelligenz begegnet uns inzwischen in vielen Lebensbereichen, ob beim Videostreaming, in Sprachassistenten, in Suchmaschinen oder im Klassenzimmer. Für viele Menschen bleibt Künstliche Intelligenz (KI) dennoch ein abstrakter Begriff, der schwer greifbar ist. Und genau hier setzt der KI-Campus des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V. an. Denn die Plattform macht das Thema ‚Lernen über Künstliche Intelligenz‘ zugänglich, verständlich und praxisnah, für Lehrende, Schüler:innen, Studierende und alle, die sich kompetent mit KI auseinandersetzen wollen.

Eltern besser erreichen – Handlungsansätze für die Medienpädagogik

Medienerziehung findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie ist eingebettet in Familienalltage, geprägt von Zeitmangel, Unsicherheiten, unterschiedlichen Lebenslagen und sehr individuellen Erfahrungen mit digitalen Medien. Genau hier setzt das vorliegende Forschungsgutachten an. Es fragt danach, warum viele Eltern von medienpädagogischen Angeboten bislang nicht oder nur unzureichend erreicht werden und was sich daran ändern lässt.

Stoppt Mobbing!

Mobbing beginnt oft unscheinbar: ein abwertender Kommentar, ein geteiltes Bild, Tuscheln auf dem Schulhof. Für viele Jugendliche gehört dieser Druck zum Alltag und doch fällt es ihnen schwer, über die dahinterliegenden Mechanismen zu sprechen. Genau hier setzt das interaktive Spiel „Stoppt Mobbing!“ an. Es wurde entwickelt, um Jugendlichen einen direkten Zugang zu den Dynamiken von Mobbing und Cybermobbing zu ermöglichen, ohne sie zu belehren oder mit reinen Fakten zu konfrontieren. Die deutsche Version des Spiels basiert auf dem französischen Serious Game „Stop la violence“, das von der Kinderrechtsbehörde Défenseur des droits entwickelt und anschließend von klicksafe für den Einsatz im deutschsprachigen Raum adaptiert. 

They Talk Tech

Manchmal entstehen die wichtigsten Fragen genau dort, wo wir sie am wenigsten erwarten: beim Aufladen des Handys, im Gespräch über neue KI-Tools oder wenn plötzlich wieder eine Sicherheitslücke durch die Medien geht. Technik taucht in diesen Momenten nicht als abstraktes Feld auf, sondern als etwas, das Entscheidungen erfordert und Unsicherheiten auslöst. Der Podcast „They Talk Tech“  der Heise Medien GmbH & Co. KG greift solche Situationen auf und zeigt, wie sich technische Entwicklungen auf unser tägliches Handeln und unsere gesellschaftlichen Debatten auswirken können.

Digitale Grauzonen: Radikalisierungspotenziale von islamistischen Videos und Kommentarspalten

Manchmal zeigen sich die größten Risiken dort, wo auf den ersten Blick scheinbar nichts Gefährliches passiert. Genau in diesen Zwischenräumen, sog. Grauzonen, setzt die vorliegende Studie der Landesanstalt für Medien NRW an. Sie untersucht, wie islamistische Inhalte auf Social Media funktionieren, die nicht offen strafbar sind, aber dennoch eine Wirkung entfalten, die Jugendliche und junge Erwachsene in problematische Denkmuster führen kann. Die Analyse blickt tief in einen Bereich, der in der Präventionsarbeit bisher zu wenig Beachtung gefunden hat: Videos, die emotional aufgeladen, identitätsstiftend und rhetorisch geschickt verpackt sind und deren Wirkung sich oft erst in den Kommentarspalten zeigt.

How to sell democracy online (fast)

Politische Inhalte gehören längst zum digitalen Alltag junger Menschen – oft eingebettet zwischen Unterhaltung, Trends und persönlichen Stories. Genau hier setzt die aktuelle Studie „How to Sell Democracy Online (Fast)“ des Progressiven Zentrums e. V. an und zeigt, wie stark Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok inzwischen das politische Meinungsbild prägen. Denn für viele Jugendliche sind sie der wichtigste Ort, an dem sie überhaupt mit Politik in Berührung kommen. Gleichzeitig offenbart sich ein Spannungsfeld: Während politische Informationen auf Kurzvideo-Plattformen allgegenwärtig sind, gelingt es moderat-demokratischen Akteur:innen bislang nur begrenzt, junge Nutzer:innen dort glaubwürdig und wirksam zu erreichen.