Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
 
Kategorie: <span>Erwachsene</span>

#Zukunftswerkstatt Schwerpunktthema: Kontrollverlust in digitalen Umgebungen

Viele Eltern kennen die Situation: Noch eine Runde, noch ein Video, noch ein Scroll. Was zunächst nach harmloser Freizeitgestaltung aussieht, kann sich bei Kindern und Jugendlichen schnell zu stundenlangem Medienkonsum entwickeln. Zwischen Spaß, sozialem Austausch und Ablenkung verschwimmen die Grenzen und mit ihnen die Kontrolle über Zeit, Aufmerksamkeit und Wohlbefinden. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) hat dieses Phänomen in ihrer #Zukunftswerkstatt zum Thema gemacht und Akteur:innen aus Wissenschaft, Praxis und Plattformwirtschaft zusammengebracht, um über Ursachen, Risiken und Prävention zu sprechen.

First evaluation of the European strategy for a better internet for kids (BIK+)

Kinder und Jugendliche bewegen sich täglich in digitalen Räumen, in denen Kommunikation, Lernen und Freizeit ineinandergreifen. Doch zwischen kreativen Möglichkeiten und Teilhabe stehen Risiken wie schädliche Inhalte, Hate Speech, Scams oder intransparente Datennutzungen. Die europäische Strategie „Better Internet for Kids+ (BIK+)“ will genau hier ansetzen und Plattformen, Bildung, Schutzstrukturen und Beteiligung junger Menschen zusammenführen. Die erste Evaluation aus diesem Jahr fasst Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften und Expert:innen zusammen und zeigt, wo Fortschritte sichtbar sind und wo es verbindliche Nachbesserungen braucht.

Antifeminismus online

In Kommentarspalten, Kurzvideos und Meme-Formaten tauchen immer häufiger Inhalte auf, die Frauen abwerten, Gleichstellung ins Lächerliche ziehen oder queerfeindliche Feindbilder verbreiten. Oft werden solche Botschaften als Humor verpackt, mit Ironie überblendet oder in mehrdeutige Codes gekleidet. Für Jugendliche ist diese Mischung aus Unterhaltung und Abwertung besonders präsent, weil sie an ihre alltägliche Mediennutzung anknüpft. Der aktuelle Report zu Antifeminismus online von jugendschutz.net bündelt Beobachtungen aus verschiedenen Plattformen und zeigt, welche Muster sich durchsetzen und wie sie Reichweite gewinnen.

Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik

Wie entwickeln sich Lehren, Lernen und Aufwachsen im digitalen Zeitalter? Und welche Rolle spielt Medienpädagogik, wenn digitale Räume längst Teil des Alltags sind? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt der Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik, einer wissenschaftlichen Online-Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Sie richtet sich an Fachkräfte aus Wissenschaft, Schule und außerschulischer Bildung und möchte Brücken schlagen zwischen Forschung, Praxis und gesellschaftlicher Diskussion.

MEDIEN #leicht erklärt

Digitale Medien bestimmen unseren Alltag. Nachrichten, Videos oder Soziale Medien sind jederzeit verfügbar. Doch nicht alle Menschen können komplexe Inhalte gleichermaßen verstehen. Für viele sind Begriffe aus der digitalen Welt schwer zugänglich oder schlicht zu kompliziert. Genau an diesem Punkt setzt das Portal MEDIEN #leicht erklärt an. Es vermittelt Wissen rund um Medien und das Internet in Leichter Sprache und macht so Medienkompetenz für alle zugänglich.

Medienkompetenz stärken

Die Digitalisierung verändert nicht nur, wie wir kommunizieren, sondern auch, wie wir denken, lernen und gesellschaftlich integrieren und beteiligen. Damit wächst der Bedarf an Wissen über Medien und damit gleichzeitig auch über Chancen ebenso wie über Risiken. Die vorliegende Medienkompetenzbroschüre der Landesmedienanstalten greift diese Entwicklungen auf und zeigt, wie Medienbildung bundesweit gestaltet wird. Dabei macht sie deutlich, dass Medienkompetenz eine zentrale Zukunftsaufgabe ist, die alle Generationen betrifft.