Einführung in den Jugendmedienschutz

Die Broschüre „Einführung in den Jugendmedienschutz“ bietet einen umfassenden Überblick über Funktionsweisen, Institutionen und Kriterien des Jugendmedienschutzes. Jugendliche können hiermit das System verstehen lernen, seine Grundlagen analysieren und diskutieren. Vor allem der reflexive Blick wird hervorgehoben, etwa wenn die SchülerInnen selbst eine Altersbewertung für mediale Formate durchführen sollen.

Die Broschüre untergliedert sich in 4 Module. Es ist möglich, lediglich ein einziges Modul in einer Unterrichtseinheit durchzuführen.
Das 1. Modul „Grundlagen des Jugendmedienschutzes“ nimmt das gesamte System des Jugendmedienschutzes in Deutschland in den Fokus. Für die Durchführung des ersten Moduls werden ca. 90 bis 100 Minuten benötigt.
Modul 2 widmet sich dem Jugendmedienschutz im Fernsehen und Kino. Ausgehend von den Fernseherfahrungen der SchülerInnen wird die Jugendschutzrelevanz bestimmter Darstellungen im Fernsehen sensibilisiert. Durch die Vermittlung der zentralen Prüfkriterien und die gegebenen Einblicke in die Prüfpraxis erfahren die SchülerInnen, welche Fernsehangebote vor ihrer Ausstrahlung bereits unter Jugendschutzgesichtspunkten geprüft wurden und welche nicht. Für die Durchführung des Moduls 2 werden ca. 90 Minuten gebraucht. Die vorherige Durchführung von Modul 1 ist obligatorisch, da in ihm benötigte allgemeine Grundlagen vermittelt werden. Angeboten wird zudem ein Zusatzmodul (UE2-e), das die im Modul gewonnenen Erfahrungen noch einmal kritisch reflektiert. Mit Zusatzmodul werden ca. 120 Minuten benötigt.
Modul 3 – „Jugendmedienschutz im Internet“ gibt einen Überblick über die Verantwortlichkeiten und Instrumente des Jugendmedienschutzes im Internet und veranschaulicht Jugendschutzmaßnahmen anhand von ausgewählten Problembereichen, die bei der Internetnutzung von Jugendlichen eine besondere Bedeutung haben. Für die Durchführung des Moduls 3 werden ca. 90 Minuten gebraucht. Angeboten wird zudem ein Zusatzmodul (UE3-e), das die im Modul gewonnenen Erfahrungen noch einmal kritisch reflektiert. Mit Zusatzmodul werden ca. 120 Minuten benötigt.
Modul 4 gibt Einblick in den „Jugendmedienschutz in Computerspielen“. Auf der Grundlage eigener Computerspielerfahrungen soll der Blick für Problembereiche und Wirkungsrisiken geschärft werden. Die in Modul 1 erarbeiteten Kriterien werden noch einmal für den Bereich der Computerspiele spezifiziert. In einem praktischen Teil sollen die SchülerInnen ein aktuelles Onlinespiel anhand der erarbeiteten Kriterien bewerten und ein Alterskennzeichen vergeben. Das Zusatzmodul bietet – wie in den vorangegangenen Einheiten auch – einen geeigneten Anlass, Jugendmedienschutz aus verschiedenen gesellschaftlichen Perspektiven zu diskutieren. Für die Durchführung des Moduls 4 werden ca. 90 Minuten gebraucht.

Das Unterrichtsmaterial zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität aus. So kann es Einsatz sowohl in Sek. I (ab der 7. Klassenstufe) und II finden. Unterschiedliche methodische Anregungen und Inhalte können je nach Niveau der Klasse angewandt werden (entsprechende Hinweise finden sich im Material). Die einzelnen Unterrichtsthemen lassen sich mit einer Vielzahl von Unterrichtsfächern verbinden. Dabei bieten sich besonders die Fächer Sozialkunde/Politik/Ethik, Informatik und Deutsch, aber auch der Fremdsprachenunterricht an. Als Zusatzmodul wird ein Argumenteduell angeboten, in dem die SchülerInnen verschiedene Positionen und Rollen einnehmen sollen.

Die Broschüre enthält alle zur Durchführung der Module benötigten Material- und Arbeitsblätter sowie Raum für Notizen.
Die Materialien unterliegen einer CC-Lizenz.

Titel:

Einführung in den Jugendmedienschutz. Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter e.V. (2013)´, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V., Google Germany GmbH (2015)

Download als Pdf über die Webite der Herausgeber:
www.medien-in-die-schule.de

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