Fake News, Deepfakes, Phishing oder Manipulation – bekannte Themen, wenn es um die Nutzung von digitalen Medien geht. Um nicht jeder Schlagzeile direkt Vertrauen zu schenken, benötigt es einen geschulten Blick. Das interaktive Augmented-Reality-Spiel von Polycular namens „Escape Fake“ will daher den Blick entsprechend schärfen. Es nähert sich den genannten Themen mit einem spielerischen Zugang, denn es erinnert vom Aufbau her an einen Escape Room.
Zunächst muss die entsprechende App im Appstore (Apple) oder Google Play Store (Android) kostenlos heruntergeladen werden. Neben der deutschen Version ist das Spiel auch in englischer Sprache verfügbar. Für die AR-Erfahrung benötigt es darüber hinaus weiteres Hilfsmaterial, das sogenanntes Marker-Set. Mithilfe der Kamera des Smartphones oder Tablets wird der physische Raum mit den Spielelementen und Rätseln erweitert.
Beim Start des Spiels „Escape Fake“ in der App öffnet sich zunächst ein Online-Chat. Von dort aus führt das Spiel in die Geschichte eines Busfahrers, dessen Leben mit ersten Fake News belastet wird. Durch das Auffinden von Hinweisen wird das weitere Spielgeschehen durch die Spieler:innen beeinflusst. Auf diese Weise werden die Fake News eine nach der anderen aus der Welt geschafft. Darüber hinaus müssen die Spieler:innen immer wieder Quizfragen beantworten. So kann das Wissen zu den einzelnen Themengebieten getestet und gefestigt werden. Unter anderem geht es hier um manipulierte Bilder, Privatsphäre-Einstellungen, Betrug oder Phishing.
Neue Mission und verändertes Lizenzmodell
Seit Herbst 2026 erweitert die Mission „Last Seen Online“ das Angebot um Themen rund um Jugend-Communities und digitale Trends zum Schulbeginn. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von @TryHard_Trivia aus seinem digitalen Umfeld. Zurück bleiben rätselhafte Nachrichten von drei Freund:innen, die unterschiedlichen Communities angehören. Die Mission greift dabei Looksmaxxing, also die gezielte Optimierung des eigenen Aussehens sowie Optimierungskultur und toxische Inhalte zu Geschlechterrollen auf.
Mit den Erweiterungen verändert sich auch der Zugang zu den Spielinhalten. Seit Herbst 2026 nutzt „Escape Fake“ ein Freemium-Modell. Die Missionen „Museum of Fake“ und „The Bus Situation“ bleiben einschließlich ihrer Begleitmaterialien kostenlos. Für „Trouble with eLiza“ und „Last Seen Online“ ist eine kostenpflichtige Plus-Lizenz erforderlich. Diese umfasst außerdem ein Toolkit für Lehrkräfte zu jeder Mission sowie zusätzliche Unterrichtsmaterialien. Es gibt unterschiedliche Lizenzmodelle für Schulen, Einrichtungen und einzelne Lehrkräfte. Beim Kauf des Starter Kits ist der Zugang zu „Last Seen Online“ enthalten; auf Anfrage ist auch ein zeitlich begrenzter Testzugang zur Mission möglich. Informationen zu den Lizenzmodellen stehen auf der Website von Escape Fake bereit.
Fakten zum Spiel
Zwei bis drei Spieler:innen können „Escape Fake“ zusammen an einem Endgerät spielen. Hierzu gibt es Hinweise sowie die Lösungen zum Spiel in einem separaten How-to-play-Video. Nach den Vorbereitung durch den Download und das Marker-Set kann es sofort losgehen. Die Spieler:innen können einen der Fälle in 30 Minuten lösen. Haben die Spieler:innen das Ziel erreicht oder ist ein gewisses Zeitfenster abgeschlossen, ist das Spiel vorbei und eine gemeinsame Reflexion kann beginnen.
Fazit
Zusammenfassend ist „Escape Fake“ eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich aktiv und spielerisch mit Themen rund um soziale Netzwerke zu beschäftigen. Das Spiel dient gut als Eisbrecher- oder Motivationsimpuls und als perfekte Ergänzung zu theoretischen Einheiten. Durch die Einbindung der Spieler:innen in das Geschehen erhalten sie einen neuen Blick auf das Thema. Aus diesem Grund ist „Escape Fake“ ein ideales Werkzeug für Workshops und Schulklassen im Bereich der Medienbildung.
Titel:
Escape Fake
Quelle (Erscheinungsjahr):
Polycular e.U. (Thomas Layer-Wagner) (2026)
Infos zum Spiel:
Downloadmöglichkeit im IOS-App-Store hier
Downloadmöglichkeit im Android-App-Strore hier