Fake News – Desinformation

Fake News – Desinformation

Fake News - Desinformation. Materialpaket |Sekundarstufe | Fachübergreifend

Eine reißerische Überschrift, ein manipuliertes Bild oder eine bewusst aus dem Zusammenhang gerissene Information: Falsche und irreführende Inhalte können Nutzer:innen heute in ganz unterschiedlichen Formen begegnen. Gleichzeitig sorgen Soziale Medien dafür, dass sich solche Inhalte innerhalb kurzer Zeit verbreiten und große Reichweiten erzielen können. Das vorliegende Materialpaket „Fake News – Desinformation“ des Medienzentrums Frankfurt greift diese Entwicklungen auf und vermittelt Grundlagen zu unterschiedlichen Formen von Informationsmanipulation. Dabei geht es unter anderem um ihre Verbreitung, zugrunde liegende Mechanismen sowie Möglichkeiten, entsprechende Inhalte zu erkennen und einzuordnen.

Das fachübergreifend angelegte Material von Lukas Eisenträger und Merten Giesen richtet sich vor allem an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, die mit Schüler:innen der Sekundarstufe I und II arbeiten. Dabei lässt es sich besonders gut in Politik und Wirtschaft beziehungsweise Gesellschaftslehre einsetzen. Gleichzeitig zeigt das Material zahlreiche Anknüpfungspunkte für weitere Fächer wie Deutsch, Geschichte, Ethik, Kunst oder die Naturwissenschaften. Zu Beginn erhalten Pädagog:innen ausführliche didaktische und methodische Hinweise. Anschließend stehen zentrale Begriffe und Zusammenhänge im Fokus. So erklärt das Material beispielsweise, wie Algorithmen, Filterblasen, Deepfakes oder Social Bots die Verbreitung von Informationen beeinflussen können. Darüber hinaus greifen die Autoren Strategien wie Clickbaiting, Framing, politisches Microtargeting und Astroturfing auf. Psychologische Phänomene wie der Confirmation Bias, Echokammern oder die Mehrheitsillusion ergänzen diese Perspektive.

Vom Erkennen zum Handeln

Allerdings bleibt das Material nicht bei der Vermittlung theoretischer Grundlagen. Vielmehr sollen Schüler:innen lernen, Fake News und Desinformation selbstständig zu erkennen und kritisch einzuordnen. Dafür stellt das Material unter anderem Prebunking und Debunking als zwei unterschiedliche Strategien im Umgang mit falschen und irreführenden Informationen vor. Eine Übersicht mit konkreten Prüffragen lenkt den Blick außerdem auf den Textzusammenhang, die Urheberschaft, verwendete Bilder, Fakten und weitere journalistische Quellen. Ergänzend thematisiert das Material rechtliche Aspekte und stellt das PLURV-Modell vor.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden digitale Radikalisierungsprozesse. In einem kartenbasierten Szenario verfolgen Schüler:innen schrittweise die Entwicklung einer fiktiven Person und entscheiden selbst, welchen Weg diese einschlägt. Dadurch können sie nachvollziehen, welche Rolle Plattformlogiken, soziale Gruppen oder bestimmte Inhalte bei Radikalisierungsprozessen spielen und an welchen Stellen Interventionen möglich sind. Den Abschluss bilden Hinweise zu Serious Games wie „Get Bad News“ oder dem „SWR Fake Finder“. So verbindet das Material Hintergrundwissen mit konkreten Übungen und spielerischen Zugängen. Es bietet damit zahlreiche Möglichkeiten, Informations- und Nachrichtenkompetenz im Unterricht zu fördern und Schüler:innen für einen reflektierten Umgang mit Desinformation zu sensibilisieren.

Titel

Fake News – Desinformation. Materialpaket |Sekundarstufe | Fachübergreifend

quelle (Erscheinungsjahr)

Medienzentrum Frankfurt, Lukas Eisenträger, Merten Giesen (2026)

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he.edumaps.de