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Kampagnenstark: Arbeitshilfe für Multiplikator:innen

Kampagnenstark: Arbeitshilfe für Multiplikator:innen

Screenshot der Website KampagnenstarkEine Kampagne kann aufrütteln, informieren und Menschen ins Gespräch bringen. Aus diesem Grund ist im Projekt Kampagnenstark des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis eine Arbeitshilfe für Multiplikator:innen entstanden. Diese enthält in fünf Modulen Methoden und Vorschläge für einen medienpädagogischen Workshop, in dem Jugendliche eine Social-Media-Kampagne gegen Verschwörungserzählungen entwickeln. Die Materialien und Methoden sind für die Online-Zusammenarbeit geeignet.

Das erste Modul dient dem Kennenlernen der Gruppe und als Einstieg ins komplexe Thema Verschwörungserzählungen. Beim Drehen des Online-Glücksrads gilt es, Sätze zu vervollständigen, um sich so näher kennenzulernen: „Wenn du mit einer berühmte Person zu Abend essen könntest,  wäre das …“ oder „Als Kind wollte ich … werden, weil ich …“. Mit einem Online-Positionierungsspiel und einem Video über den erfundenen Mythos zu Meerschweinchenmenschen lässt sich ins Thema einsteigen und dieses mit Rechercheaufgaben vertiefen.

Modul 2 richtet den Fokus auf Kampagnen. Wie funktionieren sie? Was sind gute Beispiele für Kampagnen (auch von Jugendlichen)? Anregungen für die praktische Arbeit mit Jugendlichen sind ebenso enthalten sowie Hintergrundinfos für Multiplikator:innen. Im folgenden Modul 3 geht es dann um die praktische Umsetzung einer Kampagne. Verschiedene Methoden helfen den Teilnehmer:innen dabei, einen gemeinsamer Slogan zu finden, der für ihre Kampagne steht, und ein Konzept dafür zu erarbeiten. Anschließend setzen die Jugendlichen in Modul 4 ihre Ideen in die Praxis um und produzieren beispielsweise Videoclips. Die Arbeitshilfe listet dafür nützliche Tools auf, außerdem Beispiele für weitere Produktionen von Jugendlichen und Tipps für einen gelungenen Medienworkshop.

Jugendliche als Social-Media-Expert:innen einbeziehen

Posten, Plakatieren, Präsentieren ist dann die Überschrift des letzten Moduls 5. Hier geht es darum, die Spielregeln der jeweiligen Plattformen, auf denen die Inhalte platziert werden sollen, zu kennen und für sich zu nutzen. Hier lautet die Empfehlung an die Multiplikator:innen, Jugendliche als Expert:innen für die verschiedenen Social-Media-Welten wahrzunehmen. Es folgen konkrete Tipps für die Verbreitung der entstandenen Kampagnenclips sowie abschließende Hinweise, wie Kampagnen auch offline funktionieren.

Fazit

Ein interessantes Projekt zum Thema Verschwörungserzählungen, gut strukturiert und mit vielen Anteilen der aktiven Medienarbeit. Eine gute Kampagne steht und fällt mit der Zusammenarbeiten im Team, eine sorgfältige Planung, ein klar kommuniziertes Anliegen und eine zielgruppengerechte Ansprache sind ebenfalls wichtig. All das können die jugendlichen Teilnehmer:innen in diesem medienpädagogischen Projekt ebenfalls zeigen – auch in der Online-Zusammenarbeit!

Titel:

Kampagnenstark. Arbeitshilfe für Multiplikator*innen. Digitaler Social-Media-Workshop zu Verschwörungsmythen

Quelle (Erscheinungsjahr):

JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (2021)

Online auf der Projektwebsite verfügbar:

kampagnenstark.de


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