Mobile Geräte in Kinderhand

Mobile GeraeteMobile Geräte wie Smartphones oder Tablets bieten scheinbar unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten. Für Kinder besonders interessant sind dabei die vielen Interaktionsmöglichkeiten bei Apps, die einfache Bedienung des Geräts und der Zugang zu Spielen oder Videos und Filmen. Daher hat der Markt hat sich bereits auf die jungen Nutzer eingestimmt und bietet ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten und Applikationen. Selbst bei 2-Jährigen ist das Interesse an den mobilen Anwendungen geweckt. Wenn auch nur – wie in der 2014 veröffentlichen „miniKim-Studie“ – von 15 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen die Rede ist, welche regelmäßig über mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet auf Apps zugreifen, steigt die Zahl von Jahr zu Jahr an. Doch ist bei den mobilen Geräten wirklich alles kindgerecht?

Um Eltern bei dieser Frage zu unterstützen hat die bayerische Landeszentrale für neue Medien eine Broschüre erarbeitet. Sie enthält alltagsnahe Tipps, wie man Risiken bei Apps erkennt, wie man mit diesen umgeht und wie man bei den vielen Neuerungen auf dem App-Markt den Überblick behält. Ausführlich wird dazu unter anderem auf das Downloadverhalten, Werbung, In-App-Käufe, wichtige Sicherheitseinstellungen und auf den Datenschutz bei Kindern eingegangen. Optisch hervorgehobene Infokästen fassen zu jedem Abschnitt die wichtigsten Themen und praktische Tipps zusammen und ergänzen Bilder dazu. Schließlich gibt es eine Reihe von für Eltern interessante Apps, die ebenfalls die Medienerziehung von Kindern im Blick haben.

Für Kinder im Grundschulalter genügt ein überschaubares Angebot an Webseiten, Apps und guten Onlinespielen, die sie immer wieder ansteuern können. Das ist zwar schwierig, aber wichtig, da Kinder Werbung und redaktionellen Inhalt noch nicht unterscheiden können. Bei jüngeren Kindern sollten die Angebote zudem übersichtlich und nicht zu textlastig sein. Die folgenden Punkte helfen Eltern selbst festzustellen, ob eine App oder eine Internetseite kindgerecht, denn die

  • ist gewaltfrei und stellt ausschließlich Inhalte dar, die für das Alter angemessen sind,
  • ist einfach aufgebaut, leicht zu bedienen, benutzt eine kindgerechte Ansprache und verzichtet auf zu viel Text,
  • regt die Fantasie und die Neugier Ihres Kindes an,
  • verzichtet auf Werbung und Verlinkungen zu Sozialen Netzwerken, Werbeseiten, App-Stores oder anderen für Kinder nicht geeigneten Angeboten,
  • bietet keine Möglichkeit, kostenpflichtige Erweiterungen zu kaufen (z. B. von besonderen Spielgegenständen, die direkt aus der App heraus gekauft werden können, sogenannte In-App-Käufe),
  • lässt sich am besten auch ohne Internetanbindung nutzen,
  • fragt keine persönlichen Daten ab oder fordert übertriebene Berechtigungen ein. (vgl. klicksafe)

Das Broschüre wurde im Auftrag der gemeinnützigen Stiftung von jugendschutz.net erstellt.

Titel:

Apps sicher nutzen – Mobile Geräte in Kinderhand

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Bayerische Landeszentrale für neue Medien (2013)

Download als PDF über die Webseiten der Herausgeber:
www.blm.de

2 Comments

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