Rechtsextremismus im Internet und in den sozialen Medien

Rechtsextremismus im Internet und in den sozialen Medien

Rechtsextremismus im Internet und in den sozialen Medien. So schützen Eltern ihr KindEin scheinbar harmloses Emoji, ein Meme im Gruppenchat, ein kurzer Clip auf TikTok oder ein Lied, das plötzlich alle mitsingen: Rechtsextreme Inhalte begegnen Kindern und Jugendlichen heute oft nicht mehr offen und eindeutig, sondern versteckt in Alltagstrends, Humor, Musik oder Gaming-Communities. Genau deshalb ist es für Eltern wichtig, aufmerksam zu bleiben und mit ihren Kindern im Gespräch zu sein. Die vorliegende Broschüre von klicksafe gibt dafür eine verständliche Orientierung in Einfacher Sprache.

Die Broschüre erklärt zunächst, was Rechtsextremismus bedeutet. Im Mittelpunkt steht eine demokratiefeindliche Haltung, die Menschen abwertet, ausgrenzt und ihnen die gleiche Würde abspricht. Betroffen sind zum Beispiel Menschen mit Migrationsgeschichte, Jüd:innen, Muslime, Menschen mit Behinderung, wohnungslose Menschen oder queere Personen. Gleichzeitig wird deutlich gemacht, dass Meinungsfreiheit zwar ein wichtiges Grundrecht ist, aber dort Grenzen hat, wo Hass verbreitet, zu Gewalt aufgerufen oder die Menschenwürde verletzt wird.

Digitale Räume als Kontaktpunkte

Ein besonderer Fokus liegt auf den digitalen Räumen, in denen Kinder und Jugendliche mit rechtsextremen Inhalten in Kontakt kommen können. Dazu gehören soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram oder YouTube, aber auch Gaming-Plattformen und die dazugehörigen Spiele-Chats. Rechtsextreme Akteur:innen nutzen diese Räume gezielt, um junge Menschen anzusprechen. Dabei greifen sie aktuelle Trends auf, arbeiten mit emotionalen Botschaften und verstecken ihre Ideologie oft hinter Lifestyle-Themen, Fitness, traditionellen Rollenbildern oder scheinbar lustigen Inhalten.

Die Broschüre zeigt außerdem, wie rechtsextreme Codes im Netz funktionieren. Emojis, Zahlenkombinationen, Symbole oder Memes können menschenverachtende Botschaften transportieren, ohne auf den ersten Blick eindeutig erkennbar zu sein. Gerade Memes wirken oft harmlos oder witzig. Dadurch werden sie schnell geteilt und können dazu beitragen, rassistische oder demokratiefeindliche Aussagen zu normalisieren.

Auch Desinformation und Künstliche Intelligenz werden thematisiert. Denn Rechtsextreme verbreiten auch gezielt falsche Informationen, um Unsicherheit zu erzeugen, Feindbilder zu stärken und politische Meinungen zu beeinflussen. Durch KI-generierte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen wird es für Kinder und Jugendliche noch schwieriger, echte Inhalte von Fälschungen zu unterscheiden. Die Broschüre gibt deshalb Hinweise, wie Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Quellen prüfen, Bilder hinterfragen und Informationen besser einordnen können.

Gespräche statt Kontrolle

Praktisch sind vor allem die Gesprächsimpulse für Eltern. Immer wieder werden Fragen vorgeschlagen, mit denen Erwachsene einen Zugang zur Medienwelt ihrer Kinder finden können: Welche Influencer:innen schaust du dir an? Hast du schon einmal menschenverachtende Beiträge gesehen? Welche Spiele spielst du? Sind dir in Chats diskriminierende Inhalte begegnet? Dadurch wird deutlich, dass  Schutz nicht nur durch Verbote oder Kontrolle entsteht, sondern vor allem durch Interesse, Begleitung und Vertrauen.

Am Ende bündelt die Broschüre acht Tipps für Eltern. Sie empfiehlt, regelmäßig über Mediennutzung zu sprechen, Kinder bei der Bewertung von Informationen zu unterstützen, sich selbst über rechtsextreme Strategien zu informieren und Melde- sowie Blockierfunktionen gemeinsam anzuschauen. Außerdem verweist sie auf Beratungsangebote und Meldestellen, wenn Eltern unsicher sind oder Unterstützung brauchen.

Titel

Rechtsextremismus im Internet und in den sozialen Medien. So schützen Eltern ihr Kind

quelle (Erscheinungsjahr)

klicksafe (2026)

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