Der Ton wird härter

Titelbild Der Ton wird härterLange Jahre wurden Jugendschutz und Medienpädagogik als Gegensätze verstanden. Aber diese Zeiten sind mittlerweile vorbei: Ein intelligentes Risikomanagement muss regulatorische Elemente mit der Vermittlung von Medienkompetenzen verbinden. Wir brauchen  eine Verständigung zu Werten und Spielregeln. Denn: Der Ton wird härter – nicht nur, aber vor allem in sozialen Netzwerken.

Die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten hat daher erstmals einen gemeinsamen Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht herausgegeben. In diesem stellen sie nach einem einleitenden Problemaufriss sowohl Maßnahmen und Erkenntnisse aus dem Jugendmedienschutz als auch Ansätze und Beispiele zur Vermittlung von Medienkompetenz in den einzelnen Bundesländern vor. Dabei werden z.B. Phänomene wie Hate Speech und Cybermobbing einerseits als Herausforderung für die Medienpädagogik und andererseits als Gegenstand regulatorischer Maßnahmen betrachtet: „Verfolgen statt löschen“ lautet der Titel einer seit 2016 von der Landesmedienanstalt NRW entwickelten Strategie. Denn die Diskussion um Löschfristen für strafrechtlich relevante Beiträge in sozialen Netzen ist das Eine; eine konsequente strafrechtliche Verfolgung der Urheber das Andere.

Unter den medienpädagogischen Best-Practice-Projekten finden sich eine Reihe „guter Bekannter“. Dazu gehören zum Beispiel die Materialien von Klicksafe zum Thema „Was tun bei Cybermobbing“ sowie die gemeinsam von jugendschutz.net und Klicksafe erstellte Arbeitshilfe „Salafismus online“. Aber auch zahlreiche medienpädagogische Projekte und Maßnahmen der 14 Landesmedienanstalten für Kinder und Jugendliche werden im Überblick vorgestellt.

Titel:

Jugendschutz- und Medienkompetenzbericht: Der Ton wird härter. Hass, Mobbing und Extremismus.
Maßnahmen, Projekte und Forderungen

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (2019)

Download als Pdf über die Website des Herausgebers:

www.die-medienanstalten.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.