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Die Häsch-Tecks: Kleinkind – Medien – Familienalltag

Die Häsch-Tecks: Kleinkind – Medien – Familienalltag

Die Häsch-Tecks: Kleinkind – Medien – Familienalltag (Screenshot der Website)Ein reflektierter Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag ist nicht immer einfach. Besonders für Eltern von Kleinkindern (von null bis drei Jahren) bietet die Initiative „Die Häsch-Tecks: Kleinkind – Medien – Familienalltag“ daher  praktische Hilfestellungen. Die Website und das dazugehörende Material ist dabei vor allem für die Arbeit in Familienbildungsstätten konzipiert.

Kernstück ist die gleichnamige Box, die aus Materialkarten mit Gesprächsanlässen dient. Die Box kann ausgedruckt oder von Multiplikator:innen oder Familienbildungsstellen in NRW bestellt werden. Außerdem gibt es eine Handreichung für Kursleitungen, die die Informationen der Website als PDF bündelt.

Von „Alltag mit Medien“ bis „Vorbilder“

Das Material umfasst die fünf folgenden Themenschwerpunkte:

Im Bereich „Alltag mit Medien“ geht es um gemeinsame Zeit mit und ohne Medien, aber auch um das „Was“ und das „Wieviel“ der Mediennutzung. „Vorbilder“ enthält Anregungen zu Medienerinnerungen und darüber hinaus auch zu Medienregeln, zu Apps und kindgerechten Inhalten. „Bindung“ umfasst verschiedene Facetten des Themas Aufmerksamkeit. Unter „Persönlichkeitsrechte“ finden sich Informationen zum Umgang mit Fotos und zu rechtlichen Themen. Abschließend geht der Bereich „Kommunikation“ darauf ein, wie die Verbindung „zur Außenwelt“ für junge Eltern aussieht und welche Bedürfnisse hier zum Tragen kommen.

Die jeweiligen Punkte sind dabei farblich unterschiedlich markiert. Zu allen Themenschwerpunkten gibt es Unterpunkten mit fachlichen Informationen. Die Materialkarten enthalten zum einen Bildkarten mit Illustrationen und einer Überschrift. Beispielsweise können diese „Eine Zeit ohne Medien?“ oder „Umgang mit Fotos“ lauten. Sie dienen als Einstieg in das jeweilige Unterthema der „Häsch-Tecks“. Zum anderen gibt es „Reaktionskarten“, die Statements aus verschiedenen Elternperspektiven enthalten. Zum Beispiel: „Auf Fernsehen verzichten geht – auf’s Handy aber nicht“ oder „Schade wäre es schon, wenn meine Kinder nirgendwo zu sehen wären“. Diese Fragen oder Statements können als Gesprächsanlass für einen Austausch mit Eltern genutzt werden. Darüber hinaus gibt es Moderationskarten, die rein für die Kursleitung gedacht sind und Fragen für den weiteren Austausch enthalten. Beispiele sind: „Gibt es bei euch Familien-Rituale, bei denen auch Medien eine Rolle spielen?“ oder „Könnte es später unangenehm sein, wenn man Kinderfotos  von sich im Netz findet?“

Fazit

Abschließend kann zusammengefasst werden, dass „Häsch-Tecks“ als interessantes Kommunikationsinstrument Eltern zu einem selbstreflexiven Umgang mit ihrem Mediennutzungsverhalten anregt und zur pädagogischen Arbeit motiviert.

Die Häsch-Tecks sind ein Kooperationesprojekt der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und der Landesarbeitsgemeinschaften der Familienbildung in NRW.

Titel:

Die Häsch-Tecks: Kleinkind – Medien – Familienalltag (2021)

Quelle (Erscheinungsjahr):

Landesanstalt für Medien NRW

Online verfügbar:

www.familieundmedien-nrw.de


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