Digitale Gewalt

Digitale Gewalt

Digitale Gewalt ist etwas, dass laut der JIM-Studie (2018, S. 62-64) viele Jugendliche schon in irgendeiner Form erlebt haben. Sie kann sich in Form von Cybermobbing und Cyberstalking äußern. Dabei werden die Betroffenen meistens gezielt bloßgestellt, beleidigt, isoliert oder auch erpresst und bedroht. Doch viele der betroffenen Jugendlichen sprechen meist nicht darüber oder tun konkret etwas dagegen.

Um Jugendliche für das Thema Digitale Gewalt zu sensibilisieren und um Betroffene zu ermutigen, darüber zu sprechen und dagegen etwas zu tun, hat die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt eine Broschüre erstellt. Darin werden verschiedene Beispiele von Digitaler Gewalt im Alltag Jugendlicher anschaulich dargestellt und anschließend aufgezeigt, was konkret rechtlich dagegen getan werden kann oder wie man sich als Drittperson zu verhalten hat. So darf ein/e FreundIn ohne dein Einverständnis keine Aufnahmen von dir veröffentlichen. Tut sie es doch, ist dies eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor (§ 201a Strafgesetzbuch).

Am Ende ermutigt die Broschüre Betroffene darüber zu sprechen, denn vielen ist es peinlich oder sie glauben, dass sie nichts dagegen tun können. Auch verweist die Arbeitshilfe auf weitere Webseiten und Beratungsstellen sowohl für Mädchen bzw.  junge Frauen als auch für Jungen und junge Männer. Bei diesen kann man sich kostenlos informieren und Hilfe erhalten.

Fazit

Die Broschüre ist ganz im Sinne junger Menschen gestaltet und auch die Beispiele sind realistisch und Alltags-getreu dargestellt. Jugendliche erhalten hier erste Informationen und können sich mit einem Thema auseinandersetzen, dass leider unschöne Realität in digitalen Medien ist.

Weitere Information zum Thema Digitale Gewalt finden sich unter www.hate-speech-im-unterricht.de und auf derselben Website unter dem Stichwort Gewalt.

Titel:

Digitale Gewalt. Digitale Welten – Digitale Medien

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt (2017)

Download als Pdf über die Website des Herausgebers:

www.frauennotruf-frankfurt.de

 

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