Format: <span>Studie/Vortrag</span>

Jugendschutz im Internet – Bericht 2025

KI-Chatbots, virtuelle Influencer:innen oder neue Shopping-Funktionen auf Social-Media-Plattformen, digitale Angebote entwickeln sich derzeit so schnell wie kaum zuvor. Gleichzeitig entstehen neue Risiken für Kinder und Jugendliche, auf die bestehende Schutzmaßnahmen häufig nicht vorbereitet sind. Der aktuelle Jahresbericht 2025 von jugendschutz.net zeigt, welche Entwicklungen den Jugendmedienschutz derzeit besonders prägen und wo Plattformen weiterhin ihrer Verantwortung nicht ausreichend nachkommen.

Nachrichtenrezeption junger Menschen

Die klassische Nachrichtensendung um 20 Uhr oder die morgendliche Zeitung spielen für viele junge Menschen längst nicht mehr die gleiche Rolle wie früher. Informationen erreichen sie heute häufig über Instagram, TikTok, YouTube oder Messenger-Dienste. Der aktuelle ARD-Forschungsdienst fasst zahlreiche internationale Studien zur Nachrichtenrezeption junger Menschen zusammen und zeigt, wie sich Nachrichtenkonsum und Informationsverhalten verändern. Ein zentrales Ergebnis: Junge Erwachsene beziehen Nachrichten zunehmend über Soziale Netzwerke und Videoplattformen.

Grok: Hass und Extremismus-Content durch KI

Hassrede, Desinformation oder extremistische Inhalte werden meist mit Sozialen Netzwerken in Verbindung gebracht. Mit generativen KI-Systemen entsteht jedoch eine neue Situation. Denn die Inhalte werden nicht mehr nur gefunden oder weiterverbreitet, sondern können auf Anfrage direkt erzeugt werden. Gleichzeitig nutzen viele Menschen KI-Chatbots inzwischen ähnlich wie Suchmaschinen, um Informationen zu recherchieren oder Fragen beantworten zu lassen. Umso problematischer wird es, wenn dabei historische Fakten verzerrt, problematische Inhalte unkritisch wiedergegeben oder extremistische Narrative ohne Einordnung ausgegeben werden. Der aktuelle Report von jugendschutz.net untersucht diese Entwicklung am Beispiel des KI-Chatbots Grok des Unternehmens xAI und zeigt, welche Herausforderungen daraus für den Jugendmedienschutz entstehen.

Kinderreport Deutschland 2026

Ob ein Kind gute Bildungschancen hat, sollte eigentlich nicht davon abhängen, wie viel Geld die Eltern verdienen oder in welchem Bundesland es aufwächst. In der Praxis erleben viele Kinder jedoch andere Voraussetzungen. Der vorliegende Kinderreport Deutschland 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks beschäftigt sich mit der Frage, welche Veränderungen notwendig sind, um Bildung gerechter zu gestalten, und bezieht dabei sowohl die Perspektive von Erwachsenen als auch von Kindern und Jugendlichen ein.

Darstellung von Babys und Kleinkindern in monetarisierten Social-Media-Profilen

Fotos und Videos von Kindern gehören für viele Eltern inzwischen selbstverständlich zur eigenen Mediennutzung dazu. Sie werden in Familienchats geteilt, auf privaten Profilen veröffentlicht oder als Erinnerungen gespeichert. Anders verhält es sich jedoch, wenn Kinder regelmäßig auf öffentlich zugänglichen und kommerziell ausgerichteten Social-Media-Profilen erscheinen. Denn in diesem Fall werden private Einblicke in das Familienleben nicht nur mit anderen geteilt, sondern können auch Teil eines Geschäftsmodells werden. Genau hier setzt die Studie „Darstellung von Babys und Kleinkindern in monetarisierten Social-Media-Profilen“ des Hans-Bredow-Instituts an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Babys und Kleinkinder im Alter von 0 bis 5 Jahren auf deutschsprachigen Familienprofilen bei Instagram, TikTok und YouTube dargestellt werden und welche rechtlichen sowie medienethischen Herausforderungen sich daraus ergeben.

Zwischen Fortnite, TikTok und ChatGPT: Mediennutzung, Risiken und neue Nutzungstrends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Der Blick aufs Handy dauert oft nur ein paar Sekunden. Ein kurzes Video, ein neuer Clip, schnell noch eine Nachricht beantworten und plötzlich ist eine Stunde vergangen. Für viele Kinder und Jugendliche gehören TikTok, YouTube, Gaming oder ChatGPT selbstverständlich zum Alltag. Die vorliegende Mediensuchtstudie 2025/2026 im Auftrag der DAK Gesundheit zeigt jedoch, wie stark sich digitale Mediennutzung inzwischen ausweitet und wo daraus problematische Nutzungsmuster entstehen können. Die vom Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführte Langzeitstudie untersucht seit 2019 das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Im Fokus stehen digitale Spiele, soziale Medien, Online-Videos sowie erstmals auch generative KI-Chatbots wie ChatGPT oder Meta AI.