JUGEND / YOUTUBE / KULTURELLE BILDUNG

YouTube YouTube ist derzeit die erfolgreichste digitale Video-Plattform im Internet. Denn folgt man der JIM-Studie 2018 (S. 46), sehen 60 Prozent der befragten Jugendlichen regelmäßig Bewegtbilder über YouTube. Die Hälfte nutzt Netflix, ein Fünftel ist bei Amazon Prime. Die Plattform ist inzwischen ein fester, ganz selbstverständlicher Bestandteil des Alltags von jungen Menschen. „Aber man weiß erstaunlicherweise bisher sehr wenig darüber, wie Jugendliche mit dieser kommerziell betriebenen Plattform umgehen, die ja unterschiedlichste Inhalte zugänglich macht. Diese Wissenslücke war der Anlass, genauer nachzufragen und dabei den Fokus auf das Kulturinteresse und die kulturellen Aktivitäten der Jugendlichen zu richten“, (s. Vorwort).

Digitale Plattformen verändern nicht nur nachhaltig den Zugang zu kulturell-ästhetischen Inhalten, sondern ebenfalls den Umgang mit diesen. So können eigene Videos mit verhältnismäßig geringem technischen Aufwand hergestellt und auf digitalen Plattformen hochgeladen werden. Dort können sie dann  geteilt, neu gemixt oder kommentiert werden. Die vorliegende Studie gibt aufschlussreiche Antworten auf diese Thematik. Es zeigt sich, dass die Grenzen zwischen Bildungsprozessen in den formalen und non-formalen Bildungsinstitutionen und den auf digitale Medien gestützten informellen Bildungsprozessen durchlässiger werden – aber es sind bisher vor allem die Jugendlichen selbst, die diese Bildungswelten zusammenbringen. Hier entsteht eine neue Bildungskonstellation, mit erheblichen Folgen für das Lernen und die Bildungsprozesse von SchülerInnen. Änderungen ergeben sich aber auch für Schule und Unterricht. Es geht dabei nicht nur um die mediale Erweiterung des Angebots und der individuellen Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch um eine strukturelle Veränderung.

Weitere Informationen rund finden sich unter mpfs.de/studien.de und auf Mekomat unter den Stichworten YouTube/Video/Mediennutzung.

Titel:

JUGEND / YOUTUBE / KULTURELLE BILDUNG

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

Rat für kulturelle Bildung e. V. (2019)

Download als PDF über die Website des Herausgebers:

rat-kulturelle-bildung.de

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