Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
 
Schlagwort: <span>Online-Risiken</span>

Stoppt Mobbing!

Mobbing beginnt oft unscheinbar: ein abwertender Kommentar, ein geteiltes Bild, Tuscheln auf dem Schulhof. Für viele Jugendliche gehört dieser Druck zum Alltag und doch fällt es ihnen schwer, über die dahinterliegenden Mechanismen zu sprechen. Genau hier setzt das interaktive Spiel „Stoppt Mobbing!“ an. Es wurde entwickelt, um Jugendlichen einen direkten Zugang zu den Dynamiken von Mobbing und Cybermobbing zu ermöglichen, ohne sie zu belehren oder mit reinen Fakten zu konfrontieren. Die deutsche Version des Spiels basiert auf dem französischen Serious Game „Stop la violence“, das von der Kinderrechtsbehörde Défenseur des droits entwickelt und anschließend von klicksafe für den Einsatz im deutschsprachigen Raum adaptiert. 

Digitale Grauzonen: Radikalisierungspotenziale von islamistischen Videos und Kommentarspalten

Manchmal zeigen sich die größten Risiken dort, wo auf den ersten Blick scheinbar nichts Gefährliches passiert. Genau in diesen Zwischenräumen, sog. Grauzonen, setzt die vorliegende Studie der Landesanstalt für Medien NRW an. Sie untersucht, wie islamistische Inhalte auf Social Media funktionieren, die nicht offen strafbar sind, aber dennoch eine Wirkung entfalten, die Jugendliche und junge Erwachsene in problematische Denkmuster führen kann. Die Analyse blickt tief in einen Bereich, der in der Präventionsarbeit bisher zu wenig Beachtung gefunden hat: Videos, die emotional aufgeladen, identitätsstiftend und rhetorisch geschickt verpackt sind und deren Wirkung sich oft erst in den Kommentarspalten zeigt.

How to sell democracy online (fast)

Politische Inhalte gehören längst zum digitalen Alltag junger Menschen – oft eingebettet zwischen Unterhaltung, Trends und persönlichen Stories. Genau hier setzt die aktuelle Studie „How to Sell Democracy Online (Fast)“ des Progressiven Zentrums e. V. an und zeigt, wie stark Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok inzwischen das politische Meinungsbild prägen. Denn für viele Jugendliche sind sie der wichtigste Ort, an dem sie überhaupt mit Politik in Berührung kommen. Gleichzeitig offenbart sich ein Spannungsfeld: Während politische Informationen auf Kurzvideo-Plattformen allgegenwärtig sind, gelingt es moderat-demokratischen Akteur:innen bislang nur begrenzt, junge Nutzer:innen dort glaubwürdig und wirksam zu erreichen.

JIM-Studie 2025

Wenn Jugendliche über ihren Tag erzählen, spielt das Smartphone meistens eine Rolle, ob beim Austausch mit Freund:innen, beim Musikhören oder beim Scrollen durch Feeds. Digitale Medien gehören so selbstverständlich zum Aufwachsen dazu, dass es ohne regelmäßige Bestandsaufnahme kaum möglich wäre, Entwicklungen wirklich einzuordnen. Die JIM-Studie 2025 des medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) liefert dafür erneut eine wichtige Grundlage. Sie zeigt nicht nur, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern auch, wie sie ihren eigenen Medienalltag erleben und wo Chancen sowie Belastungen liegen.

First evaluation of the European strategy for a better internet for kids (BIK+)

Kinder und Jugendliche bewegen sich täglich in digitalen Räumen, in denen Kommunikation, Lernen und Freizeit ineinandergreifen. Doch zwischen kreativen Möglichkeiten und Teilhabe stehen Risiken wie schädliche Inhalte, Hate Speech, Scams oder intransparente Datennutzungen. Die europäische Strategie „Better Internet for Kids+ (BIK+)“ will genau hier ansetzen und Plattformen, Bildung, Schutzstrukturen und Beteiligung junger Menschen zusammenführen. Die erste Evaluation aus diesem Jahr fasst Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften und Expert:innen zusammen und zeigt, wo Fortschritte sichtbar sind und wo es verbindliche Nachbesserungen braucht.

Antifeminismus online

In Kommentarspalten, Kurzvideos und Meme-Formaten tauchen immer häufiger Inhalte auf, die Frauen abwerten, Gleichstellung ins Lächerliche ziehen oder queerfeindliche Feindbilder verbreiten. Oft werden solche Botschaften als Humor verpackt, mit Ironie überblendet oder in mehrdeutige Codes gekleidet. Für Jugendliche ist diese Mischung aus Unterhaltung und Abwertung besonders präsent, weil sie an ihre alltägliche Mediennutzung anknüpft. Der aktuelle Report zu Antifeminismus online von jugendschutz.net bündelt Beobachtungen aus verschiedenen Plattformen und zeigt, welche Muster sich durchsetzen und wie sie Reichweite gewinnen.