Technischer Jugendmedienschutz

Technischer JugendmedienschutzDie Digitalisierung ist ein stetig voranschreitender Prozess, welcher vor allem Einfluss auf Kinder und Jugendliche hat. Viele Kinder besitzen bereits im Grundschulalter ein eigenes Smartphone. Dieses haben zum Teil bereits Zugriff zum Internet und damit auch zu Social-Media- und Messenger-Diensten. Instagram, Facebook, WhatsApp, YouTube und Netflix sind dabei besonders beliebt. Dabei laufen sie jedoch auch Gefahr, mit Inhalten welche Pornografie, Gewalt oder Extremismus darstellen, ungewollt konfrontiert zu werden. Und auch Mobbing und sexuelle Belästigung sind leider keine Seltenheit mehr. Vor allem Kinder gilt es deshalb zu schützen. Doch nicht immer können Eltern die Internetnutzung ihrer Kinder rund um die Uhr begleiten und überprüfen. Dabei mangelt es nicht nur an Zeit, sondern auch an technischen Jugendschutzlösungen.

Der Bericht von jugendschutz.net thematisiert nicht nur die aktuelle Lage im Bereich des technischen Jugendmedienschutzes, sondern stellt auch ein zukunftsfähiges Schutzkonzept vor. Zurzeit gibt es viele verschiedene Filterprogramme wie Altersklassifizierung, Black-/Whitelists, Hash-Werte und Keywords sowie KI (Künstliche Intelligenz), die Kinder und Jugendliche vor unangemessenen Inhalten schützen sollen. Das Problem dabei ist, dass sie vor allem nur für PCs existieren und ihre Wirkung auf einzelne Dienste beschränkt ist. Installieren Eltern zum Beispiel eine Schutzsoftware auf den Geräten ihres Kindes, sei es über die Einstellungen in den jeweiligen Betriebssystemen oder über externe Programme, werden die Schutzmaßnahmen nicht auf jede heruntergeladene App automatisch angewandt. So müssen entsprechend dem Jugendmedienschutz Einstellungen in jeder App einzeln vorgenommen werden. Dies kann vor allem für Eltern mit wenig technischer Erfahrung eine Herausforderung darstellen.

Zukunftsfähige Schutzkonzept

Das von jugendschutz.net vorgestellte zukunftsfähige Schutzkonzept sieht vor, dass zukünftige Systeme bei Social-Media-Diensten integriert werden und diese Kinder und Jugendliche ausreichend schützen, ihnen jedoch nicht eine unbeschwerte Teilhabe verwehren. Außerdem soll es für Eltern möglich sein, eine bestimmte Altersstufe einstellen zu können, welche dann über Schnittstellen an genutzte Apps weitergegeben wird. So übermittelt das Betriebssystem das Alter an alle installierten Dienste und diese wiederum reagieren und aktivieren einen sicheren Modus.

Fazit

Die Digitalisierung hat viele Vorteile und das Leben so wie wir es kennen positive beeinflusst. Der Prozess ist dabei noch längst nicht abgeschlossen und entwickelt sich stetig weiter. Doch neben allen positiven Aspekten dürfen auch die Negativen nicht unbeachtet bleiben. Dazu gehört auch, Jugendschutzprogramme immer wieder neu anzupassen und für Kinder als auch Jugendliche die Risiken einer Negativerfahrung zu minimieren.

Weiter Informationen rund um das Thema Jugendmedienschutz finden sich unter www.jugendmedienschutz.de und auf derselben Website unter dem Stichwort Jugendmedienschutz.

Titel:

Technischer Jugendmedienschutz

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

jugendschutz.net (2019)

Download als PDF über die Webseite des Herausgebers:

www.jugendschutz.net

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