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Zwischen Utopie und Dystopie

Zwischen Utopie und Dystopie

Zwischen Utopie und DystopieTechnische Entwicklungen schreiten rasant voran und stellen sowohl Medienpädagogik als auch Medienbildung vor neue Herausforderungen. Dabei wurden gerade zu Beginn des Internets große Hoffnungen in die neue Technologie gesetzt. Doch dieser Utopie steht, wie wir heute wissen, eine Dystopie gegenüber. Denn neben den vielen positiven Aspekten, die mit dem Internet und der Digitalisierung verbunden sind, gibt es auch zahlreiche Gefahren und Risiken. Dazu gehören etwa die Datenauswertung durch Konzerne, politische Beeinflussung, aber auch Mobbing und zweifelhafte Meinungsmache.

Zwischen Utopie und Dystopie

Zwischen Utopie und Dystopie, Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft“ ist eine Publikation der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in der Bundesrepublik Deutschland (GMK), die Themen des Forums Kommunikationskultur 2019 in München bündelt, vertieft und erweitert. Im Fokus stehen darin die gegensätzlichen Aspekte, die mit dem Leben in einer digitalen Gesellschaft einhergehen. Dabei werfen die Autor:innen der einzelnen Kapitel nicht nur einen Blick auf die Vergangenheit und den Status quo. Durch die mit Einbeziehung zeitgenössischer Science Fiction-Autor:innen sind auch bildhafte Szenarien in der Zukunft Teil dieser Publikation.

Die netzpolitische Glaskugel

Im ersten Kapitel gehen die Autor:innen Christopher Bechtold, Björn Friedrich, Markus Gerstmann und Gerda Sieben auf eine Zeitreise durch die Vergangenheit, die in utopischen bzw. dystopischen Zukunftsszenarien mündet. Dabei realisiert sich zum Beispiel in der utopischen Welt, wofür heute gekämpft wird. Nach den „Fridays for Future“ folgen die „Mondays for Privacy, eine Bewegung, die sich für verbesserte Datensicherheit und eine größere Souveränität der User:innen stark macht. Am Ende stellen die Autor:innen ein Konzept für die Jugendarbeit vor, das auf den Lernparcours des jfc Medienzentrum e.V. basiert. Enthalten sind darin Methoden, Planspiele, Apps, Tools und Filmlisten.

Weitere Kapitel beschäftigen sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung für Biliotheken, mit digitalem Spiel und Netzpolitik sowie der Selbstinszenierung von Mädchen auf Instagram. Auch das Spannungsfeld zwischen Ethik und Religion auf der einen Seite und Algorithmen auf der anderen Seite beleuchtet ein Beitrag von Kerstin Heinemann. Auch Bildungsthemen kommen nicht zu kurz, sowohl im schulischen als auch im hochschulischen Bereich.

Der Sammelband ist als Buch beim kopaed-Verlag zu bestellen. Die einzelnen Artikel sind jedoch auch über die GMK-Website als PDF abrufbar (Jahr 2020 auswählen).

Titel:

Zwischen Utopie und Dystopie, Medienpädagogische Perspektiven für die digitale Gesellschaft (Schriften zur Medienpädagogik 56)

Quelle (Erscheinungsjahr):

Angelika Beranek, Sebastian Ring, Martina Schuegraf, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in der Bundesrepublik Deutschland (GMK) e.V. (2020)

Download der einzelnen Beiträge als PDF über die Webseite des Herausgebers:

www.gmk-net.de


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