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Digitalität, Ethik und Religion im Film

Digitalität, Ethik und Religion im Film

Digitalität, Ethik und Religion im FilmDas Digitale berührt jeden Bereich unseres Lebens, ob privat oder beruflich. Die Reaktionen darauf sind so unterschiedlich wie die Menschen: Die Spannbreite reicht von der völligen Ablehnung digitaler Mittel bis hin zu deren unhinterfragter Verherrlichung. Doch wie lässt sich das Thema „digitaler Wandel“ verantwortungsvoll zum Thema machen? Wie kann eine Diskussion in Schule, außerschulischer Bildung und Seelsorge angeregt werden?

Um hier einen Beitrag zu leisten, hat die Medienzentrale eine Film-Arbeitshilfe herausgebracht. Im ersten Teil der Broschüre beschäftigt sich Autor Matthias Ganter aus philosophischer, kulturwissenschaftlicher und theologischer Perspektive mit Fragen, die Digitalität und Künstliche Intelligenz aufwerfen: zum Menschenbild, zur individuellen Freiheit und Sicherheit, zur Zukunft der Demokratie und der Religion. So zeigt er beispielsweise, dass viele Vorstellungen von Digitalisierung überraschend stark alten Mythen aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen ähneln. Menschenähnliche Gebilde, die sich der Kontrolle der Menschen entziehen, sind in unserem Kulturkreis weit verbreitet. So schuf bereits Prometheus unerlaubt beseelte Wesen aus Lehm, und auch Figuren wie der Golem oder der Homunculus sind hier zu nennen. Wird es wirklich eines Tages möglich sein, Maschinen herzustellen, die wie Menschen denken und fühlen? Was unterscheidet eigentlich Menschen und Maschinen? Und welche Gefahren sind mit Technologien wie Künstlicher Intelligenz verbunden?

Religion und Digitalität

Aus diesen Fragen resultierten ethische Herausforderungen, beispielsweise wenn es um das Thema Daten geht, aber auch in Sachen (digitale) Bildung. Und was bedeuten die Veränderungen für die Religion(en), konkreter auch für kirchliche Strukturen?

Der zweite Teil der Arbeitshilfe stellt anschließend konkret fünf Filme vor. Dabei handelt es sich um die Filme „2001: Odyssee im Weltraum“, „The Circle“, „Her“, „Hi, AI“ und „Ex Machina“. Diese stehen zum Download oder als DVD im Verleih der Medienzentrale zur Verfügung und können nichtgewerblich öffentlich vorgeführt werden. Jeder Film wird dabei inhaltlich kurz beschrieben, anschließend folgen didaktische Anregungen, die sich vor und nach der Filmsichtung umsetzen lassen. Ideen für Methoden gehören ebenso dazu, wie konkrete Impulsfragen. Eine Auswahl von Bezügen zum Lehrplan (Katholischer Religionsunterricht) rundet jedes Filmkapitel ab.

Um wichtige Begriffe und Personen rund um Digitalität geht es auch in der Arbeitshilfe der Fachstelle Medien und Digitalität der Erzdiözese München und Freising (vormals muk – medien und kommunikation): „KI – Künstliche Intelligenz“ von Matthias Wörther.

Titel

Digitalität, Ethik und Religion im Film. Arbeitshilfe mit Filmbeispielen, didaktischen Tipps, Lehrplanbezügen und theoretischen Anregungen zum Thema

Quelle (Erscheinungsjahr)

Diözesan- und Dombibliothek Köln – Medienzentrale (2021)
Autor: Matthias Ganter

Download als PDF über die Webseite des Herausgebers:

erzbistum-koeln.de


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3 Comments

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