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JIMplus 2026

Einen „guten Algorithmus“ müsse man sich erst einmal „züchten“, sagt eine 17-jährige Teilnehmerin der JIMplus-Studie 2026. Der Satz zeigt, wie selbstverständlich Jugendliche über Plattformlogiken, Feeds und ihre eigene Mediennutzung nachdenken. Genau diese Perspektive steht im Mittelpunkt der Sonderstudie „JIMplus 2026. Digitales Wohlbefinden von Jugendlichen in Deutschland“ des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs). Sie fragt nicht nur danach, welche Angebote Jugendliche nutzen, sondern vor allem danach, was ihnen im digitalen Alltag guttut, was sie beschäftigt und wie sie selbst mit belastenden Erfahrungen umgehen.

Kompetenznetzwerk KI und Alter

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet Menschen längst nicht mehr nur in technischen Fachdebatten. Sie steckt unter anderem in Suchmaschinen, Navigationssystemen, Gesundheitsanwendungen, Behördenportalen und Kommunikationsdiensten. Doch nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu verständlichen Informationen oder die Möglichkeit, neue Anwendungen selbst auszuprobieren. Das Kompetenznetzwerk KI & Alter, kurz KoKIA, setzt deshalb gezielt bei den Erfahrungen, Fragen und Bedürfnissen älterer Menschen an. KoKIA ist eine bundesweite Plattform der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V.

Recht am eigenen Bild

Das Klassenfoto landet auf der Schulhomepage, ein Schnappschuss von der Party wird in der Messenger-Gruppe geteilt und im Hintergrund eines Videos sind plötzlich Personen zu sehen, die gar nicht aufgenommen werden wollten. Dass mit jeder Aufnahme auch Persönlichkeitsrechte berührt werden können, gerät dabei schnell aus dem Blick. Die Broschüre „Recht am eigenen Bild – Tipps, Tricks und Klicks“ der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) erklärt, welche Regeln beim Fotografieren, Filmen und Veröffentlichen gelten.

Kinder- und Jugendschutz auf Social-Media Plattformen

Ein privates Teen-Konto, ein voreingestelltes Zeitlimit und ein eigener Jugendschutzmodus, auf den ersten Blick scheinen viele Social-Media-Plattformen junge Nutzer:innen besonders zu schützen. Ein genauerer Blick in die Einstellungen und Benutzeroberflächen zeichnet jedoch ein anderes Bild. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat untersucht, wie Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und YouTube die Vorgaben zum Schutz Minderjähriger umsetzen. Im Mittelpunkt stehen Artikel 28 des Digital Services Act (DSA) sowie die entsprechenden Leitlinien der Europäischen Kommission.

Stationenlernen zum Thema Desinformation

Ob eine Nachricht glaubwürdig ist, entscheidet sich nicht immer auf den ersten Blick. Reißerische Überschriften, manipulierte Bilder oder aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen können selbst dann überzeugend wirken, wenn sie eine falsche Botschaft vermitteln. Mit dem „Stationenlernen zum Thema Desinformation“ stellt die Landesanstalt für Medien NRW ein umfangreiches Unterrichtskonzept bereit, das Jugendliche für solche Manipulationsversuche sensibilisiert. Das Material richtet sich an Schüler:innen zwischen 12 und 16 Jahren in den Klassenstufen sieben bis zehn und kann grundsätzlich in unterschiedlichen Unterrichtsfächern eingesetzt werden. Für die Durchführung ist mindestens eine Doppelstunde vorgesehen, das Konzept lässt sich jedoch auf mehrere Unterrichtsstunden ausweiten.

Frauenverachtender Trend „Junkofication“

Ein vermeintlich absurder Clip, eine Anspielung auf ein Videospiel oder ein Meme, dessen Bedeutung sich nicht sofort erschließt, Frauenverachtende Inhalte treten in Sozialen Medien nicht immer offen als solche auf. Häufig verstecken sie sich hinter Ironie, Insider-Witzen und popkulturellen Bezügen. Der aktuelle Report „Frauenverachtender Trend Junkofication“ von jugendschutz.net zeigt am Beispiel eines vor allem auf TikTok verbreiteten Trends, wie die Verhöhnung eines realen Gewaltopfers aus extremistischen Online-Nischen auf reichweitenstarke Plattformen gelangt. Dabei werden sexualisierte Gewalt verharmlost, die Betroffene verspottet und frauenfeindliche Weltbilder als schwarzer Humor getarnt.