Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
 
Kategorie: <span>Format</span>

Demokratiefeindliche Anbahnungsrisiken auf Discord

Videospiele und die dazugehörigen Streaming-Plattformen wie Twitch oder Discord sind längst keine Nischenbeschäftigung mehr und erfreuen sich bei Menschen verschiedener Altersgruppen großer Beliebtheit. Neben Erwachsenen zählen dazu vor allem Kinder und Jugendliche. Dass auch Rechtsextreme und Extremist:innen versuchen, hier anzudocken, um ihre Ideologien zu verbreiten, ist nicht verwunderlich. Der neuste Report von Jugendschutz.net nimmt die vielschichtigen Bezugspunkte zwischen Extremismus und der Plattform Discord in den Fokus.

Sex, Diversity und Porno

Durch die einfache Verfügbarkeit und aufgrund geringer Zugangshürden sind pornografische Inhalte für Kinder und Jugendliche praktisch uneingeschränkt zugänglich. Dabei werden Kinder und Jugendliche oft unmittelbar mit einer Vielzahl von Bildern und sexuellen Praktiken konfrontiert, ohne dass diese in einen angemessenen Kontext eingeordnet werden. Während Erwachsene sich darüber im Klaren sind, dass Pornografie in den meisten Fällen inszenierte Filme mit professionellen Darsteller:innen sind, können Jugendliche durch diese Bilder enorm unter Druck gesetzt werden und das Gefühl haben, dass sie nicht den vermeintlichen Normen entsprechen.

Recherche – So klappt der Faktencheck

Die Welt ist kompliziert geworden. Eine Pandemie hat die Welt fest in ihrem Griff gehalten, Putin streckt seine Hand nach der Ukraine aus und die terroristische Hamas greift Israel an. Kriegsmeldungen sind in Europa zum Alltag geworden. Damit Kinder und Jugendliche selbstbestimmt und sicher im Netz unterwegs sein können, braucht es deshalb auch ein Verständnis dafür, wie Medien arbeiten und Journalismus funktioniert. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie man richtig recherchiert und wie eine gute Recherche grundsätzlich aufgebaut ist.

Speaking up for change

Die Studie „Speaking up for change – Children’s and caregivers’ voices for safer online experiences“ untersucht die Erfahrungen und Ansichten von Kindern und Erziehenden bezüglich der Sicherheit von Kindern im Internet. Sie wurde von ECPAT International, terre des hommes Niederlande und Eurochild durchgeführt und basiert auf der Befragung von über 400 Kindern und rund 6.000 Erziehungsberechtigten aus 15 Ländern in Europa, Asien und Südamerika. 

Was Musikvideos über Männer und Frauen erzählen

Medien präsentieren Männer und Frauen leider nach wie vor in stereotypen Rollen, was unter anderem die Vorstellungen von Jugendlichen über Männlichkeit und Weiblichkeit stark beeinflusst. Besonders traditionell in der Geschlechterdarstellung sind oftmals Musikvideos, die von vielen Jugendlichen regelmäßig angeschaut werden. Musik spielt eine wichtige Rolle bei der Identitätsbildung, da Jugendliche hier Gedanken und Gefühle finden, die sie selbst nicht ausdrücken können. Medienanalysen zeigen klar: Musikvideos stellen veraltete Geschlechterverhältnisse dar, die meist weit hinter dem aktuellen Stand von Geschlechtergerechtigkeit zurückliegen.

Quiz: Deepfakes und Co.

Besonders sogenannte Deepfakes stellen ein zunehmendes Risiko in unserer heutigen Gesellschaft dar. Deepfakes sind realistisch wirkende, manipulierte Medieninhalte, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen erstellt werden. Sie können Bilder, Videos oder Audioaufnahmen umfassen, in denen das Gesicht, die Stimme oder andere Merkmale einer Person täuschend echt verändert oder ersetzt werden, um falsche Aussagen oder Handlungen zu simulieren. Wie erkennt man, ob ein Video nun echt oder fake ist? Und was ist zu tun, wenn man sich bei einem Bild unsicher ist?