Didaktisches Design für digitale Lernmodule

Didaktisches Design für digitale Lernmodule zur Vermittlung von Medienkompetenz für Menschen mit LernschwierigkeitenDie vorliegende wissenschaftliche Expertise zum Design für digitale Lernmodule ist im Rahmen des Projektes „PADIGI – Partizipation Digital“ beim JFF in München entstanden. Dabei ging es um die Potenziale von Digitalisierung im pädagogisch-pflegerischen Arbeitsfeld (zum Projektbericht hier auf mekomat.de). Ein Teilprojekt fragte nach den Bedingungen für partizipative Medienbildung für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein wesentliches Ziel war es, methodisch-didaktische Rahmenbedingungen von Formen inklusiver Medienbildung zu entdecken, herauszuarbeiten und zu reflektieren.

Außerdem wurden Angebote in der Aus- und Weiterbildung von pädagogisch-pflegerischen Fachkräften konzipiert, bei denen Menschen mit Lernschwierigkeiten als Lernende im Mittelpunkt standen; Medien waren sowohl inhaltliches Thema als auch didaktisches Mittel. „Die entscheidende Frage dieser Expertise lautet: Was benötigen Fachkräfte in pädagogisch-pflegerischen Berufen (FpB), um Menschen mit Lernschwierigkeiten (MmL) in der Medienbildung unterstützen zu können?“ (S. 6) Dementsprechend sind Fachkräfte die primäre Zielgruppe dieses Ansatzes und das Hauptziel ist der Ausbau ihrer eigenen Medienkompetenz.

Zugleich geht es um den Abbau von Barrieren, die digitale Technologien für viele Menschen mit sich bringen. Dies wirkt sich auch auf eine veränderte Lernkultur aus, die aktuelles Wissen in kooperativen und kommunikativen Lernformaten vermitteln will. Denn digitale Medien sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebenswelt – auch von Menschen mit Lernschwierigkeiten.

„Die im Projekt PADIGI entwickelten Lernmodule sind im Prinzip ‚didaktische Szenarien‘, welche die (Aktivierung der) Lernenden, die Vermittlung von Wissen und die Organisation der Betreuung der Lernenden in ein sinnvolles Verhältnis bringen.“ (S. 26) Dabei ist ein zentraler Ansatz eine gestaltungsorientierte Mediendidaktik (S. 41f), wobei die Wirkungen der Medien für MmL besondere Berücksichtigung bei der formalen Gestaltung brauchen. Denn Wiederholung, motivierende Elemente und der richtige Abstraktionsgrad u. a. sind entscheidend, um wirklich zielgruppen- und sachgerecht zu arbeiten.

Titel:

Didaktisches Design für digitale Lernmodule zur Vermittlung von Medienkompetenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten für Fachkräfte in pädagogisch-pflegerischen Berufen

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):
Susanne Heidenreich, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (2019)

Download als PDF über die Webseite des Herausgebers:

www.jff.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.