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Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt

Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt

Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt (Band 31)Homeschooling, Videokonferenzen, mobiles Arbeiten – die Pandemie hat digitale Werkzeuge und Umgebungen noch selbstverständlicher in unserem Alltag verankert. Für viele Kinder und Jugendliche war das jedoch auch schon vor Corona so. Sie bewegen sich ganz selbstverständlich in digitalen Räumen, tauschen sich online aus, unterhalten sich – und spielen miteinander. Doch bei der Vielfalt an Spielen fällt es Eltern, Lehrkräften, Pädagog:innen oft schwer den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund stellt die Broschüre „Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt“ des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln und des Spieleratgebers NRW die aktuelle Spielelandschaft vor.

Der vorliegende Band 31 listet wie seine Vorgänger konkrete Spiele auf und beschreibt in einem kurzen Text ihre Funktionalität sowie die Eignung für die jeweilige Zielgruppe. Dabei werden sowohl Motivations- und Spaßfaktor genannt als auch herausfordernde Aspekte und potenziell belastende Themen sowie Stimmungen, Kaufoptionen oder auch Interaktionsrisiken. Ein Fazit einschließlich pädagogischer Altersempfehlung ergänzen die Informationen.

Im Kapitel „Schon für Kinder“ werden unter anderem Spiele wie Dino Dino, Mario Party Superstars, Colors Live, Dorfromantik und Pokémon vorgestellt. Zusätzlich erläutert ein kurzer Text, worauf Eltern bei Spiele-Apps für Kinder achten sollten. Denn viele Apps sind zwar kostenlos, enthalten jedoch Werbung und In-Game-Käufe. Ideal ist es daher, wenn Kinder und Eltern gemeinsam sowohl die App aussuchen als auch das Spiel erkunden. „Erst für Jugendliche“ sind dann beispielsweise die Spiele It takes two, One Hand Clapping sowie Neo: The World Ends With You auf; unter 16 Jahre jedoch nicht geeignet sind hingegen Oddworld Soulstorm, New World und Battlefield 2042. Die Spiele Deathloop, Far Cry 6, Call of Duty: Vanguard sollten ausschließlich  Erwachsene spielen.

Hintergrundinfos kurz und prägnant

Zusätzlich zu den Spielbeschreibungen finden sich auch kurze, prägnante Hintergrundinfos beispielsweise zur USK und zur Faszination Pokémon in der Broschüre. Außerdem gibt es zwei Interviews, eins zum neuen Jugendschutzgesetz sowie ein weiteres zur Bedeutung digitale Spieler für Menschen mit Behinderung. Eine Liste von Evergreens wie Minecraft, Fortnite Battle Royale, Die Sims sowie ein Ausblick auf neue Spiele runden die Broschüre ab.

Besonders hervorzuheben ist, dass beim Spieleratgeber NRW immer auch jugendliche Redakteur:innen bei der Spielbewertung mitarbeiten.

Zusammengefasst bietet die Broschüre „Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt“, die seit über 30 Jahren erscheint, einen guten Überblick über aktuelle Spiele und ermöglicht einen schnellen Einstieg ins Thema für alle Eltern und Pädagog:innen, die mit diesem Thema zu tun haben. Damit stellt sie eine gute Unterstützung in Sachen Medienerziehung dar. Und die ist auch nötig, denn Kindern ein gutes Aufwachsen mit Medien zu ermöglichen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Unter anderem findet sich auch die Jubiläumsausgabe (Band 30) von 2019 hier in mekomat.

Die Broschüre kann über die Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) kostenfrei bestellt werden.

Titel:

Digitale Spiele – pädagogisch beurteilt (Band 31)

Quelle (Erscheinungsjahr):

Stadt Köln in Kooperation mit Spieleratgeber NRW (2022)

Download als PDF über die Webseite des Herausgebers:

www.bmfsfj.de


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One comment

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