Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
 
Schlagwort: <span>Mediennutzung</span>

#Zukunftswerkstatt Schwerpunktthema: Kontrollverlust in digitalen Umgebungen

Viele Eltern kennen die Situation: Noch eine Runde, noch ein Video, noch ein Scroll. Was zunächst nach harmloser Freizeitgestaltung aussieht, kann sich bei Kindern und Jugendlichen schnell zu stundenlangem Medienkonsum entwickeln. Zwischen Spaß, sozialem Austausch und Ablenkung verschwimmen die Grenzen und mit ihnen die Kontrolle über Zeit, Aufmerksamkeit und Wohlbefinden. Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) hat dieses Phänomen in ihrer #Zukunftswerkstatt zum Thema gemacht und Akteur:innen aus Wissenschaft, Praxis und Plattformwirtschaft zusammengebracht, um über Ursachen, Risiken und Prävention zu sprechen.

Memes im Unterricht

Im Klassenzimmer tauchen sie ohnehin auf: kleine Bild-Text-Schnipsel, die Ereignisse zuspitzen, Haltungen sichtbar machen und Diskussionen auslösen. Gerade deshalb eignen sich sog. Memes hervorragend, um mit Schüler:innen über Medienlogiken, politische Kommunikation und Bildsprache zu sprechen, nicht belehrend, sondern an ihre Alltagskultur anknüpfend. Zwei Materialien lassen sich dafür ideal verbinden: das Reel aus der How-To-Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der dazu passende Beitrag „Memes im Unterricht“ von Lehrer Leitfaden. Das kurze Reel liefert einen kompakte Einstieg, während der Leitfaden Hintergründe, Beispiele und Tools ergänzt.

How’s Life for Children in the Digital Age?

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, in der digitale Medien allgegenwärtig sind. Smartphone, Tablet oder Konsole gehören längst zum Alltag, sowohl für die Schule und das Lernen als auch für Freizeit und soziale Kontakte. Mit dieser Entwicklung gehen jedoch nicht nur neue Möglichkeiten einher, sondern auch Risiken: exzessive Nutzung, Schlafprobleme, Cybermobbing oder die Konfrontation mit ungeeigneten Inhalten.

Wie sicher ist Spotify?

Musikstreaming-Dienste wie Spotify gehören längst zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. So nutzen laut JIM-Studie 2024 viele der befragten 12- bis 19-Jährigen die Plattform regelmäßig, um Musik zu hören, Podcasts zu streamen oder Playlists zu teilen. Damit ist Spotify ein fester Bestandteil jugendlicher Lebenswelten und ein zentraler Ort kultureller Teilhabe. Doch gerade wegen seiner Reichweite und Beliebtheit stellt sich die Frage, wie sicher Spotify tatsächlich ist und inwieweit Kinder und Jugendliche dort vor problematischen Inhalten geschützt werden.

D21-Digital-Index 2024/25

Die Digitalisierung durchdringt nahezu alle Lebensbereiche, von Bildung über Arbeit bis hin zu politischer Teilhabe. Doch wie gut gelingt es den Menschen in Deutschland, mit diesem Wandel Schritt zu halten? Der aktuelle D21-Digital-Index 2024/25 der Initiative D21 e. V. liefert hierzu ein differenziertes Bild. Er macht deutlich: Während fast die Hälfte der Bevölkerung die Digitalisierung als Chance begreift, blickt die andere Hälfte skeptisch oder ablehnend auf den Wandel. Damit zeigt die Studie nicht nur Fortschritte, sondern auch die bestehenden Bruchlinien in unserer digitalen Gesellschaft.

Social Commerce

Kinder und Jugendliche bewegen sich heute selbstverständlich in Sozialen Medien und konsumieren, interagieren und gestalten Inhalte mit. Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube sind dabei nicht nur Orte der Unterhaltung, sondern auch zunehmend von kommerziellen Interessen durchdrungen. Denn Werbung ist hier oft nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar, sondern eng mit Content, Influencing und sozialer Teilhabe verwoben. Genau hier setzt die vorliegende Studie „Social Commerce“ von jugendschutz.net an, die im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) durchgeführt wurde.