Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz an der KH Mainz
 
Kategorie: <span>(Medien-)Pädagog:innen</span>

Was läuft denn da? Medien im Alltag entdecken und verstehen

Kinder wachsen ganz selbstverständlich mit digitalen Medien und dem Internet auf und gehen oft intuitiv und ohne Berührungsängste damit um. Umso wichtiger ist es deshalb, Kinder und Jugendliche zu mündigen und kompetenten Mediennutzer:innen zu erziehen.

Belastende Online-Erfahrungen von Jugendlichen

Jugendliche kommen online unweigerlich mit Interaktionsrisiken in Berührung. Wie sie diese erleben, bewerten und mit ihnen umgehen, hängt mit ihrer individuellen Nutzung, dem Kontext und verschiedenen weiteren Faktoren zusammen. Ohne Teilhabebeschneidung lassen sich die Risiken der Online-Kommunikation nicht umgehen. Es kommt daher darauf an, die Jugendlichen zu einem eigenverantwortlichen Medienhandeln und zu einem respektvollen Umgang miteinander zu befähigen.

Straßenumfragen auf Social Media

Erfolgreiche TV-Sendungen können inspirieren: Spontane Umfragen im Stil von TV-Total und anderen TV- oder Radio-Sendungen erfreuen sich heutzutage auch auf Social-Media-Plattformen großer Beliebtheit. Dabei steht neben dem schnellen Einholen eines Meinungsbildes zu einem bestimmten Thema vor allem auch der Unterhaltungsfaktor im Mittelpunkt. Dass bei den grundsätzlich unterhaltsamen Videos die Lacher auch auf Kosten von Jugendlichen und in Einzelfällen sogar von Kindern erzielt werden, geht oftmals unter.

Hassrede im Netz – Von den Grenzen der Meinungsfreiheit

Hassrede im Netz ist kein unbekanntes Problem und eine negative Konsequenz der Digitalisierung. Autor:innen verschiedener Studien verstehen darunter „aggressive oder abwertende Aussagen gegenüber Personen, die bestimmten Gruppen zugeordnet werden“. Hassrede kennzeichnet sich durch eine „vorurteilsgeleitete und abwertende Sprache“. Man findet „Hate Speech“ in jeder Sprache, auf allen Plattformen. Sie ist längst kein Randphänomen mehr. Umso wichtiger ist es deshalb, junge Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren, sie medienkritisch und damit handlungssicher zu machen.

Positionspapier „Du bist doch süchtig!“

Im Jahr 2022 wurde die Computerspielsucht als Gaming Disorder von der WHO in den ICD-11 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) aufgenommen. Damit ist die Sucht nach Computerspielen als offizielles Krankheitsbild anerkannt worden. Das bringt Chancen mit sich, birgt aber auch die Gefahr eines inflationären Gebrauchs des Suchtbegriffs.

Pioniere des Wandels

Wie möchten Schüler:innen eigentlich Künstliche Intelligenz (KI) im Unterricht nutzen? Dieser Frage geht eine aktuelle Studie nach, die Infratest dimap im Auftrag der Vodafone-Stiftung durchgeführt hat. Dabei zeigt sich, dass KI längst „den Alltag junger Menschen in Deutschland, nicht aber die Klassenzimmer“ (S. 4) erreicht.