Du Opfer! Computerspiele und Kontaktrisiken

Titelbild der Broschüre Game Life zum Thema Computerspiele und KontaktrisikenComputerspiele sind bei vielen Jugendlichen beliebt. Oft wird dabei auch online, vernetzt mit anderen gespielt. Dabei nutzen SpielerInnen Nicknames. Das bedeutet: Es ist oft nicht bekannt, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, wie alt die Person ist oder welches Geschlecht sie hat. Dies kann oft ein Vorteil sein, um nicht zu viel über sich preisgeben zu müssen bzw. um differenziert entscheiden zu können, was wer erfahren darf. Doch die (vermeintliche) Anonymität führt beispielsweise auch dazu, dass die Hemmschwelle für Beleidigungen oft viel niedriger ist als im Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Dies führt oft zu einem raueren Umgangston in den Unterhaltungen von Online-SpielerInnen.

Für Eltern ist oft schwer nachzuvollziehen, warum ihre Kinder sich auf solch eine Art unterhalten. Außerdem sehen sie weitere Risiken, die in dieser Art der Kommunikation stecken: Hinter dem Gegenüber können sich auch Kriminelle verbergen; außerdem sind ihre Schützlinge nicht vor sexuellen Anmachen geschützt. (Dies betrifft übrigens nicht nur Computerspiele, sondern auch andere Formen digitaler Kommunikation.)

Um über das Thema Computerspiele und Kontaktrisiken zu informieren, haben daher das JFF – Institut für Medienpädagogik und das Medienzentrum Parabol im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales eine kleine Broschüre zu diesem Thema erarbeitet. Sie ist Teil einer Reihe namens „Game Life“ und richtet sich an Eltern von 12- bis 16-Jährigen.

Sie zeigt auf, welche Risiken es in Online-Spielen tatsächlich gibt und wirbt um Verständnis für die Jugendlichen. Nicht alles, was auf den ersten Blick eine Beleidigung zu sein scheint, ist auch eine. Denn in dieser Form von Jugendkultur gelten oft andere Regeln und Umgangsformen, die in der Gruppe ganz anders wahrgenommen werden. Dennoch gilt es für Eltern, dieses Thema im Blick zu behalten und für ein faires Miteinander online wie offline zu werben. Wird das Kind Opfer von wiederholten Angriffen, sollten die Eltern tätig werden. Die Beleidigungen können beim Spieleanbieter gemeldet werden; in manchmal Fällen ist auch der Gang zur Polizei angeraten.

Neben der deutschen Variante gibt es auch jeweils eine Ausgabe in englischer sowie in türkischer Sprache zum kostenlosen Download.

Weitere Ausgaben der Game-Life-Reihe befassen sich außerdem mit Themen wie Gewalt oder Datenschutz bei Computerspielen.

Titel:

Game Life – Du Opfer! Computerspiele und Kontaktrisiken

Autor/Herausgeber (Erscheinungsjahr):

JFF – Institut für Medienpädagogik und Medienzentrum Parabol im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (2019)

Download als Pdf über die Website des Herausgebers:

www.games.jff.de

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