Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz
 
Würde bis zuletzt. Über Sterbehilfe im Film

Würde bis zuletzt. Über Sterbehilfe im Film

Titelbild der Broschüre "Würde bis zuletzt". Über Sterbehilfe im FilmTod und Sterben gehören zu unserem Leben und werfen viele Fragen auf, die gesellschaftlich in der Diskussion stehen. Dazu gehört, was es bedeutet, selbstbestimmt und menschenwürdig zu sterben. Gibt es nicht nur das Recht auf Leben in Würde, sondern auch das Recht auf Sterben in Würde? Und wenn ja, was bedeutet das? Eng mit diesen Fragen verknüpft ist die Debatte um Sterbehilfe. „Würde bis zuletzt“ heißt daher die vorliegende Broschüre der Fachstelle 5.MD – Medien und Digitalität der Erzdiözese München und Freising. Darin beschäftigt sich Fachstellenleiter Dr. Martin Ostermann mit dem Thema Sterbehilfe im Film.

Um sich dem Themenkomplex zu nähern, bedarf es zuallererst einer Begriffsklärung. Was sind aktive und passive Sterbehilfe? Was ist assistierter Suizid? Wie ist die aktuelle gesetzliche Regelung – in Deutschland, aber auch in den Nachbarländern? Anschließend werden sechs Filme zum Thema (darunter ein Kurzfilm und ein Dokumentarfilm) exemplarisch vorgestellt, die die Frage nach dem menschenwürdigen Sterben in den Mittelpunkt stellen. Im Kurzfilm „Erlösung“ beispielsweise, zu dem es auch eine Arbeitshilfe des Katholischen Filmwerks (kfw) gibt, geht es ums „Sterbenlassen“ und wie verschiedene Familienangehörige mit dem Sterben der Mutter umgehen. Er eignet sich besonders für den Einstieg ins Thema.

„Wer entscheidet über unseren Tod?“

Der Spielfilm „Gott“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Ferdinand von Schirach. Hier diskutiert ein fiktionaler Ethikrat über Fragen wie „Wem gehört unser Leben?“, „Wer entscheidet über unseren Tod?“. Hintergrund ist der Fall eines 78-jährigen Mannes, der kerngesund ist, jedoch seinem Leben durch ein Medikament und die Hilfe seiner Ärztin ein Ende setzen will. Weitere Filme sind der spanische Spielfilm „Das Meer in mir“, der auf der Lebensgeschichte von Ramón Sampedro beruht, einem spanischen Seemann, der nach einem schweren Unfall querschnittsgelähmt war und mehr als zwei Jahrzehnte versuchte, aktive Sterbehilfe vor Gericht zu erstreiten.

„Arthur & Claire“, bei der zwei Menschen  mit der Absicht, sich selbst zu töten, nach Amsterdam kommen, ist eine Komödie mit dramatischen Anteilen – geeignet, die Schwere aus der Thematik zu nehmen, aber weniger für eine inhaltliche Auseinandersetzung. In „Und morgen Mittag bin ich tot“ möchte eine junge, unheilbar kranke Frau mithilfe einer Sterbehilfeorganisation in der Schweiz sterben. Zuletzt wird der Dokumentarfilm „Sterbehilfe“ vorgestellt, der ausgewogen die verschiedenen Positionen zu dem Thema aufgreift.

Weitere Beispiele für Kurz- und Spielfilme, aber auch Dokumentationen sind in einem folgenden Kapitel aufgelistet und kurz thematisch beschrieben. Diese Liste, die beispielsweise Titel wie „Erlösung“, „Fragile“ oder „Helium“ beinhaltet, stellt keine Empfehlung dar, sondern dient der Übersicht der zu diesem Thema verfügbaren Filme, da die Qualität der Filme, nach Angaben des Autors, sehr unterschiedlich ist. Auch „Ich hab noch Auferstehung“ wird hier erwähnt; zu diesem Film gibt es einen Filmtipp der Clearingstelle Medienkompetenz.

Natürlich ist das Thema Sterbehilfe ein sehr emotionales Thema, das einer sensiblen Herangehensweise bedarf. Entsprechende Hinweise dazu bündelt das vierte Kapitel. Abschließend findet sich eine Auflistung von Links zum Weiterlesen und Recherchieren.

Die Broschüre ist der vierte Band der Reihe „Medien und Digitalität“. Weitere Bände sind beispielsweise „Apps und Tools. Digitale Medien für den Religionsunterricht“ und „Streaming in der Bildungsarbeit“.

Titel:

Würde bis zuletzt. Über Sterbehilfe im Film

Quelle (Erscheinungsjahr):

Martin Ostermann, 5.MD Fachstelle Medien und Digitalität (2021)

Download als PDF über die Webseite des Herausgebers:

www.fachstelle-md.online


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