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Bedeutung von TikTok und Instagram als Informationsmedien für junge Menschen

Soziale Medien sind längst mehr als nur Unterhaltungsplattformen – sie sind für viele junge Menschen auch eine wichtige Informationsquelle zu politischen Themen. Klassische Nachrichtenmedien verlieren bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung, während Plattformen wie TikTok und Instagram eine immer größer werdende Rolle in der politischen Meinungsbildung spielen. Besonders bei gesellschaftlich relevanten Ereignissen, wie Wahlen oder Protestbewegungen, zeigt sich, dass viele junge Menschen ihre Informationen über soziale Netzwerke beziehen. Doch welche Inhalte werden tatsächlich konsumiert? Und wie beeinflussen Algorithmen und Influencer:innen die politische Meinungsbildung?

THE FEED – Mobile Game

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass jede Bewegung, die Menschen im digitalen Raum unternehmen, nachvollziehbar ist und nachvollzogen wird. Egal ob es sich dabei um den Besuch von Websites, das Lesen von Nachrichten oder Online-Einkäufe handelt. Jeder Klick kann durch Cookies und Analyseprogramme registriert werden. Auch Social Media-Plattformen verfolgen, welche Seiten User:innen häufig besuchen. Sie registrieren, auf welchen Beiträgen viel Zeit verbracht wird und welche Themengebiete das Interesse wecken.

Islamistisches Influencing

Der Report „Islamistisches Influencing – Zwischen Manipulation und Radikalisierung“ von jugendschutz.net beleuchtet, wie islamistische Akteure Online-Plattformen nutzen, um gezielt Jugendliche und junge Erwachsene anzusprechen. Durch geschickte Manipulationstechniken und propagandistische Inhalte versuchen diese Gruppen, ihre Ideologien zu verbreiten und junge Menschen zu radikalisieren. Der Bericht analysiert nicht nur die genutzten Strategien, sondern zeigt auch auf, wie diese gezielt auf die jugendliche Zielgruppe zugeschnitten werden, um emotionale und politische Themen zu instrumentalisieren.

ARD/ZDF – Medienstudie 2024

Die ARD/ZDF – Medienstudie 2024 untersucht auch in diesem Jahr die aktuellen Entwicklungen im Medienverhalten der deutschen Bevölkerung. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich das Mediennutzungsverhalten in einer zunehmend digitalisierten Welt verändert. Verschiedene Berichte und eine zusammenfassende Infografik bieten detaillierte Einblicke in die Präferenzen und Nutzungsgewohnheiten verschiedener Altersgruppen. Dabei werden sowohl traditionelle Medien wie Fernsehen und Radio als auch die wachsende Bedeutung digitaler Angebote berücksichtigt.

Better fact-checked than sorry! Prebunking & Digital Streetwork auf TikTok

TikTok hat sich zu einer der zentralen Plattformen im Leben junger Menschen entwickelt. Mit rund 20,9 Millionen monatlichen Nutzer:innen in Deutschland ist es besonders unter 18- bis 24-Jährigen beliebt. Allerdings ist die Plattform auch ein fruchtbarer Boden für Desinformationen. Studien zeigen, dass etwa jeder fünfte Beitrag auf TikTok Falschinformationen enthält. Jugendliche nutzen TikTok nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als Informationsquelle, was die Gefahr verstärkt, auf irreführende Inhalte hereinzufallen. Das Projekt „Better fact-checked than sorry!“ der Amadeu Antonio Stiftung setzt auf Prebunking und Digital Streetwork, um junge Menschen auf TikTok vor Desinformationen zu schützen.

Gore im Wandel. Wie sich Gewaltinhalte im Netz durch Social Media und Gamification verändert haben

Der Begriff „Gore“ bezeichnet ursprünglich ein Filmgenre, das sich auf fiktive Gewalt und Verletzungen konzentriert. Heutzutage wird der Begriff auch für reale Gewaltvideos verwendet, deren Inhalt von Unfallvideos bis hin zu Folter- und Mordvideos reicht. Obwohl diese Inhalte gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen, sind sie oft leicht zugänglich. Sie können Kinder und Jugendliche verstören und stark ängstigen. Der vorliegende Bericht von jugendschutz.net untersucht die Veränderungen von Gewaltinhalten im Internet, insbesondere durch den Einfluss von Social Media und Gamification.